18.08.2014 · smart arbeiten ·

Nerds, Geeks und Präsidentenmacher: Die Webinale 2014

Die Veranstalter bezeichnen die Webinale als “die Konferenz, die das Web ganzheitlich durchleuchtet und sich nicht nur auf einzelne Fragmente konzentriert.” Man kann es auch so sagen: Es ist keine reine Fach-Veranstaltung, sondern eine interdisziplinäre Konferenz, die zum “über-den-Tellerrand”-Schauen einlädt. Entsprechend bunt gemischt die Teilnehmer: Software-Entwickler, Designer, Marketingspezialisten, Firmengründer, Investoren und Blogger lauschten den Ausführungen bekannter Branchengrössen wie Betsy Hoover, Wolfgang Henseler oder Jens Grochtdreis.

Die diesjährige Webinale fand vom 1. bis 4. Juni in Berlin statt. Für zwei Tage war ich dabei und habe mich für die smartsteuer GmbH über neue Techniken und Trends im Bereich Webdesign, Entwicklung, Marketing und Arbeitsmethoden informiert.

Was gab es zu erleben?

Bei der Webinale dreht sich alles darum (Web-) Anwendungen schöner, schneller, benutzbarer und technisch ausgereifter zu machen und sie effektiv und zielgerichtet zu vermarkten. Diesen Themen waren über 80 Workshops, Vorträge und Veranstaltungen gewidmet. Das Thema “Responsive Webdesign” zog sich dabei wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz. “Responsive Webdesign” bezeichnet die Fähigkeit einer Internetseite auf die unterschiedlichen Endgeräte zu reagieren. Auf dem kleinen Display eines Smartphones, das mit den Fingern bedient wird, muss eine Internetseite eben anders funktionieren und dargestellt werden als auf einem grossen Monitor. Bei der Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte die uns heute zur Verfügung stehen, ist das durchaus  eine Herausforderung.

Neben diesem allgegenwärtigen Thema wurden andere Bereiche in Vortragsreihen an einzelnen Tagen behandelt. Der Montag war der Entwicklung von Produkt- und Geschäftsideen gewidmet. Der Dienstag stand im Zeichen der Gestaltung von Internetseiten. Am Mittwoch waren soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co das Thema.

Wie man mit Facebook, Twitter & Co Präsident wird

Neben den fachspezifischen Vorträgen haben mir insbesondere die Beiträge gefallen, in denen Branchengrößen aus “dem Nähkästchen” plauderten. Erwähnenswert ist hier insbesondere der Vortrag von Betsy Hoover. Sie war im Wahlkampf 2008 federführend bei den Spenden-Sammelaktionen von Barack Obama. Dafür nutzte sie mit großem Erfolg soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Anders als gewöhnlich hat Obama einen großen Teil seines Wahlkampfes nicht mit Unterstützung weniger Großspender aus Industrie und Wirtschaft finanziert, sondern durch viele kleine Beiträge von Privatpersonen. Die durchschnittliche Höhe einer Spende lag bei gerade mal 54 Dollar: weit unter dem Durchschnitt des Mitbewerbers. Aber die vielen Klein- und Kleinstbeträge, die über die digitalen Kanäle gesammelt wurden, gaben letztlich doch den Ausschlag: Sie summierten sich auf mehr als 200 Millionen Dollar! Neben lustigen Anekdoten und technischen Details, die Betsy Hoover ihren Zuhörern lieferte, gab sie mit ihrem Vortrag auch ein konkretes Beispiel dafür, dass das Internet eben doch demokratische Strukturen stärken kann.

Fazit

Auch wenn ich einige Vorträge mehr als Werbeveranstaltungen für bestimmte Firmen oder Produkte wahrnahm, empfand ich die Mehrheit durchweg als inspirierend, unterhaltsam und lehrreich. Wer im Bereich Web-Entwicklung arbeitet oder gar eine Firma gründen will, dem sei ein Besuch auf der Webinale 2015 hiermit wärmstens empfohlen.

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