06.06.2017 · smart steuern ·

Rekord: 21 Millionen Steuererklärungen online

Der Siegeszug der elektronischen Steuererklärung ist nicht aufzuhalten. Jahr für Jahr entscheiden sich immer mehr Steuerzahler, ihre Erklärung übers Internet ans Finanzamt zu schicken. Jetzt vermeldete der Branchenverband Bitkom eine neue Rekordzahl für das Jahr 2016: 21 Millionen private Steuererklärungen wurden bei den Finanzbehörden online eingereicht. Wir von smartsteuer haben mit unserer Online Steuererklärung dazu einen entscheidenden Beitrag geleistet und wollen diese Zahl daher zum Anlass nehmen, mal einen Blick auf diese Entwicklung zu werfen und einen Ausblick in die Zukunft zu geben.

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Keine guten alten Zeiten

Die Älteren können sich vielleicht noch daran erinnern. Damals, als Computer nur in Firmen standen und das Internet etwas war, von dem man noch nicht mal wusste. Ja, und auch damals mussten viele Deutsche ihre Steuererklärung abgeben. Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine hatten entsprechend Zulauf, denn nur wenige konnten das selbst bewerkstelligen. Und die fachlich dazu in der Lage waren, hatten es auch nicht leicht: Erst musste man sich die Vordrucke für die Steuererklärung besorgen, den Mantelbogen, Anlage N für nichtselbständige Arbeit, Anlage K für Kinder, Anlage VL für vermögenswirksame Leistungen und noch einige mehr. Und wehe, man hatte einen vergessen. Dann begann die eigentliche Arbeit. Jahr für Jahr mussten die Daten aufs Neue mit dem Kugelschreiber in die Formulare eingetragen werden. Aber Vorsicht, bloß nicht verschreiben, gerade bei den Zahlen. Dann ging der Spaß von vorne los. Ganz ehrlich, das waren wirklich nicht die guten alten Zeiten, sondern das Gegenteil.

Computer und dann Internet

Spätestens Mitte/Ende der 90er Jahre hatten viele deutsche Haushalte dann schon einen Computer. Und Steuerspar-Software kam immer mehr auf den Markt. Die Vorteile waren unübersehbar. Man konnte nun die Steuererklärung allein bewerkstelligen, denn meist lieferten die Hersteller auch noch ein dickes Anleitungsbuch – und wer seiner Software treu blieb, konnte im Folgejahr die Daten aus dem Vorjahr übernehmen und sparte sich dadurch schon einiges an Arbeit. Gedruckt wurde entweder in die amtlichen Vordrucke – oder zunehmend komplett auf weißes Papier. Blieb dann noch, die Formulare und die notwendigen Belege ans Finanzamt zu schicken – per Post.
Nun, ein paar Jahre später kam zum Computer auch noch schnelles Internet – zumindest für die meisten. Und die Finanzbehörden schafften die Voraussetzungen, dass die Steuererklärung noch ein bisschen einfacher wurde. Das Zauberwort hieß und heißt noch immer ELSTER – das steht für ELektronische STeuerERklärung. Statt alles ausdrucken zu müssen, wurde die Steuererklärung via Internet ans Finanzamt geschickt. Meist musste dann zwar doch noch eine verkürzte Erklärung geschickt werden – weil es noch eine Unterschrift brauchte. (Mittlerweile gibt es Authentifizierungsverfahren, die die Unterschrift ersetzen können.) Und es musste und muss nicht die ELSTER-Software oder ELSTER-Online sein. Steuer-Software und Online-Lösungen wie smartsteuer nutzen eine Schnittstelle, über die die Steuererklärung online bei den Finanzbehörden landet.

Online Steuererklärung gehört die Zukunft

21 Millionen Steuererklärungen (nur die Einkommensteuer) waren im letzten Jahr online. Wenn man sieht, dass das vor zehn Jahren noch rund fünf Millionen waren, ist die Entwicklung enorm. Und es soll noch besser werden. Möglich macht das ein Gesetz – mit dem wohlklingenden Namen „Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens“. In den kommenden Jahren soll zum Beispiel die elektronische Kommunikation noch weiter ausgebaut werden, es soll noch einfacher werden, die Erklärung elektronisch einzureichen. Belege müssen bald nicht mehr zum Finanzamt geschickt werden – es reicht, sie zu Hause aufzubewahren. Zudem sollen Steuererklärungen zunehmend automatisiert bearbeitet werden – was die Wartezeit auf den Steuerbescheid verkürzen dürfte.

Man muss kein Prophet sein, aber eins ist klar: die Zahl der elektronisch abgegebenen Steuererklärungen wird weiter steigen…

   


Björn Waide Geschrieben von:

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