14.10.2016 · smart leben ·

„Kein schöner Land in dieser Zeit“: 10 Ausflug-Tipps im Herbst

Freunde, was ist das denn für ein Wetterchen da draußen? Gerade ist uns an Bord der MS Spätsommer noch ein laues Lüftchen um die Nase geweht und jetzt haben wir ihn plötzlich, den schmuddelig-trüben Herbstsalat. Dass mit den Temperaturen auch gern mal die Laune einen Sturzflug hinlegt, haben wir ja bereits beschnackt – das fehlende Tageslicht macht uns Menschen in den kalten Monaten träge, kuschelbedürftig, schokoladenhungrig und bisweilen sogar richtig unglücklich. Klar ist es da verlockend, sich allabendlich mit heißem Kakao und Schmusedecke auf dem Sofa einzumummeln und die dunkle, nasse Welt einfach auszusperren. Manchmal tut das sogar richtig gut! Auf Dauer ist die Abschottungs-Tour aber nur Futter für den Herbstblues. Viel besser ist es da, dem ollen Petrus ab und zu einfach mal laut ins Gesicht und seine Wettersperenzien einfach wegzulachen.

Wer nämlich trotz mauer Stimmung rausgeht, sich bewegt und wenigstens ein paar Sonnenstrahlen einfängt, tut nicht nur seinem Körper, sondern vor allem auch dem Geist etwas Gutes. Also ab in Strick, warme Strümpfe und Friesennerz:

Hier sind meine 10 Top-Unternehmungen im Herbst!

1. Wälder: Stapfen & Sammeln

Wusstet ihr, dass in deutschen Wäldern fast doppelt so viele Fichten stehen wie Buchen und Eichen zusammen? Oder dass es dort bis zu zwei Meter hohe Ameisenhaufen geben kann? Nein? Dann wird es wohl mal wieder Zeit für einen Trip in den Wald! Eine Runde Sauerstofftanken, Pilzesammeln und ab durch raschelndes Laub und knackende Zweige. Völlig egal ob Eiffel, Harz oder das kleine Grün um die Ecke: Mit der richtigen Kleidung tut ein Waldspaziergang auch bei Wind und Wetter richtig gut.

2. Thermen: Aufwärmen & Abhärten

Wohlig warm und Balsam fürs verstimmte Gemüt: Der Ausflug in eine Indoor-Therme mit sprudelnden Becken und Entspannungsbereichen ist in der kalten Jahreszeit gleich doppelt schön. Jetzt kann man nicht nur den Alltag für ein paar Stunden hinter sich lassen, sondern den fröstelnden Körper auch ein bisschen auf Temperaturen bringen. Besonders gut geht das natürlich in der Sauna: Der Wechsel von Heiß und Kalt bringt das Herz-Kreislaufsystem in Schwung und stärkt die Immunabwehr.

3. Wildparks: Füttern & Staunen

Okay, Waldameisen und Vögel sind nicht spannend genug? Dann besucht doch die aufregenderen Konsorten einfach in einem nahegelegenen Wildpark! Im ländlichen Pendant zum städtischen Zoo bekommt man als Besucher meist ganzjährig Tiere zu Gesicht, die sich auch bei kälteren Temperaturen pudelwohl fühlen. Und das sind oft nicht nur Hirsche und Elche, sondern auch beispielsweise Waschbären, Wölfe oder Leoparden. Extra-Tipp: Im Herbst ist Rotwild-Brunft – ein echtes Schauspiel, sag ich euch!

4. Planetarien: Sehen & Hören

Besser als Kino: Von Hamburg bis Stuttgart beherbergen Deutschlands Städte etliche Planetarien, in denen man ganz gemütlich und zu sphärischen Klängen einen simulierten Sternenhimmel oder tolle Lichter-Shows bestaunen kann. Unter den besonders imposanten Kuppeln einiger Großstädte gibt es sogar eigene Musik- oder Hörbuchreihen, bei denen die Leinwandprojektion das Gehörte unterstreicht. In eurer Nähe findet man höchstens eine Sternwarte? Bei klarer Sicht auch eine tolle Sache!

5. Küsten und Seen: Auftanken & Durchatmen

Ach Kinners, was soll ich sagen! An der Waterkant ist es eben noch immer am schönsten – völlig schnuppe, ob mit waschechter Meeresbrise oder rund um den benachbarten See, wo man von einem ans andere Ufer spucken und trotzdem wunderbar durchatmen kann. Lasst Steine über die Wasseroberfläche flitschen, betrachtet die Spiegelung der Wolken und trinkt dabei solange Tee aus Thermoskannen, bis eure Laune so rosig ist wie die windgekühlten Wangen.

6. Museen: Entdecken & Lernen

Museen sind langweilig und verstaubt? Naja, manche ganz bestimmt. Aber es müssen ja nicht immer dieselben Alten Meister und ihre Ölschinken sein! In fast jeder größeren Stadt gibt es wechselnde Ausstellungen zu spannenden Themen, häufig sogar mit ganz aktuellem Bezug. Von vielen bekommt man jedoch manchmal gar nichts mit – es lohnt sich daher, regelmäßig einen Blick auf die Internetseiten der Kunsthäuser oder Stadtportale zu werfen. Wenn nicht zu dieser Jahreszeit, wann dann?

7. Berge: Wandern & Innehalten

Wer nicht in Küstennähe wohnt, hat meist zumindest ein paar kleinere oder größere Berge im weiteren Umland. Fast so gut wie das Meer, wenn ihr mich fragt! Zwischen Sommerurlaub auf der Alm und Wintersport passt jetzt wunderbar der eine oder andere stramme Fußmarsch mit festgelegten Routen und Zielen. Solange es nicht regnet und stürmt, macht eine amtliche Wanderung jetzt richtig Laune. Und wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung!

8. Büchereien: Schmökern & Träumen

Tobt der Herbststurm draußen mal allzu ungemütlich, ist die Flucht ins Warme durchaus legitim. Klar kann man sich nun herrlich mit einem Buch aufs Sofa verziehen – aber warum nur eins, wenn man ganz viele haben kann? In städtischen Bücherhallen gibt es meist gemütliche Leseecken, in denen man stundenlang durch Einbände blättern, Spannendes kurz anlesen und sich in fremde Welten träumen kann. Gegen eine kleine Leihgebühr dürfen die Lieblingsschmöker dann ja auch mit nach Hause.

9. Herbstmärkte: Probieren & Stöbern

Besonders dann, wenn die Sonne sich doch mal für ein paar Stunden gnädig erweist, ist das Outdoor-Gebummel auf Marktplätzen oder Gutshöfen eine tolle Abwechslung zum Netflix-Nachmittag. Auf traditionellen Herbstmärkten gibt es nicht etwa nur Äpfel und Kürbisse in allen Farben und Formen, sondern auch Kunsthandwerk und Antiquitäten, warme Strick- und Fellwaren, Hübsches für Haus und Garten sowie heiße Leckereien wie Esskastanien, Pilzpfannen und andere saisonale Spezialitäten.

10. Cafés: Schwatzen & Schlemmen

Jaja, natürlich sind kleine gemütliche Cafés keine jahreszeitliche Erscheinung. Trotzdem: Wenn es am Wochenende draußen pfeift und plätschert und dunkel ist, lassen sich die Kaffee- und Kuchenkreationen in der näheren Umgebung besonders gut durchprobieren. Außerdem hilft Schokolade gegen Herbstblues, wie ihr wisst! Und weil sich von nun an ohnehin jeder wie eine Zwiebel in etliche Textilschichten hüllt, fällt das eine oder andere Baiser auf der Hüfte vermutlich nicht mal jemandem auf.

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Was unternehmt ihr an einem schönen Herbstwochenende am liebsten? Ich freue mich über eure Vorschläge und Ergänzungen in den Kommentaren!


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