04.09.2020 · smart steuern ·

Was würde passieren, wenn keiner mehr Steuern zahlt?

Hand aufs Herz: Zahlen Sie gern Steuern? Sehen Sie, ich auch nicht. Obwohl ich weiß, was alles mit unseren Steuern gemacht wird. Und das allermeiste auch Sinn ergibt. Aber es bleibt das Gefühl, dass Ihnen und mir etwas weggenommen wird. Hart gesagt: Der Staat raubt unser Geld. Was mich darüber nachdenken ließ, was wohl wäre, wenn wir alle keine Steuern mehr zahlen würden. Gehen Sie einfach mit auf die Reise in dieses kleine Gedankenspiel…

Das Wesen der Steuern

Gleich vorab: Steuern sind per Definition nicht zweckgebunden. Der Staat darf sie einziehen – und prinzipiell damit machen, was er will. In Demokratien machen das die Regierenden aber schon recht vernünftig. Schließlich wollen sie ja auch wiedergewählt werden. Zudem gibt es Kontrollinstanzen, die darauf achten, dass das Steuergeld nicht sinnlos verplempert wird oder gar in den Taschen von Politikern oder anderen landet.
Und nur nochmal zur Erinnerung: Mit Steuern werden viele wichtige und notwendige Dinge in unserer Gesellschaft bezahlt. Aber das wissen Sie ja bestimmt eh schon. Bildung, innere und äußere Sicherheit (Polizei, Armee, Gerichte), Infrastruktur und vieles mehr.
Zu guter Letzt an dieser Stelle: Wir sitzen in Deutschland leider nicht auf riesigen Ölquellen. Saudi-Arabien etwa konnte deshalb lange auf Steuern verzichten und trotzdem für ein funktionierendes Gemeinwesen sorgen. (Mittlerweile gibt es dort aber immerhin auch eine Mehrwertsteuer.) 

Yippie, wir zahlen keine Steuern mehr

Hurra, ab heute zahlen wir keinen Cent mehr an Steuern. Wenn es doch nur so einfach wäre. Wer zum Beispiel Angestellter ist, sieht seine Lohnsteuer ja nicht mal, der Arbeitgeber überweist sie direkt ans Finanzamt. Selbstständige müssen Steuern vorauszahlen. Und im Supermarkt und bei allen anderen Einkäufen geht die Mehrwertsteuer automatisch auf den Nettopreis. Es ist also an vielen Stellen gar nicht mal so einfach, die Steuer einfach nicht zu zahlen.
Was es also brauchen würde, wäre so etwas wie eine „Wir zahlen keine Steuer“-Bewegung, kurz WZKS. Die müsste versuchen, immer mehr Bürger auf ihre Seite zu ziehen. Die Politik müsste dann reagieren, wenn WZKS wirklich die Masse der Bevölkerung erreichen würde. 

Was würde der Staat tun?

Nun, er würde sich ja selbst abschaffen, wenn er gleich einknickt und sagt: Okay, ab heute keine Steuern mehr. Dann könnten die zahlreichen Staatsdiener zum Beispiel nicht mehr bezahlt werden, inklusive der Abgeordneten. Eine gute Regierung würde versuchen, die WZKS zu stoppen. Mit allen (demokratischen) Mitteln. Also Überzeugungsarbeit auf allen Kanälen, aber auch mit Strafen bei Steuerverweigerung, Anklagen und mehr. 

Was wären die Folgen für das Land?

Hätte die WZKS Erfolg – und die Steuern wären abgeschafft – würde es schnell bergab gehen mit Deutschland. Den Spruch „Anarchie ist machbar, Herr Nachbar“ könnten wir dann alle hautnah spüren. Zuerst wären wohl die Jungen (Kita, Schulen) und die Alten betroffen. Deutschland hätte auch kein Geld mehr für das Gesundheitssystem und würde ganz schnell finanziell schlecht da stehen. Keine Bank würde noch einen Kredit geben. Für „Recht und Ordnung“ würden nicht mehr Polizei und Gerichtsbarkeit sorgen, sondern, wenn überhaupt, private Söldner. Das alles würde Mafiastrukturen fördern. Und schließlich wäre auch unsere nationale Sicherheit nicht mehr gegeben – ohne Armee. Ein desolates Land lädt doch gerade dazu ein, von anderen Staaten eingenommen zu werden.

Glauben Sie mir, so ungefähr würde es laufen, wenn wir keine Steuern mehr zahlen würden. Der Staat weiß das natürlich auch. Er muss im Prinzip nur schauen, wie viel das Volk an Steuern ertragen kann. Denn eins ist klar: In der Geschichte gab es durchaus Fälle, in denen zu hohe Steuern zum Aufstand führten. Das bekannteste Beispiel ist wohl die französische Revolution 1789. 

Was bleibt? Ganz persönlich sollten Sie wenigstens dafür sorgen, dass Sie nicht zu viel Steuern zahlen. Wie das geht? Indem Sie Ihre Steuererklärung machen, am besten natürlich mit unserer Online-Lösung smartsteuer.

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Wolfgang Boettcher sagt:

    Bis 2000 Euro Netto sollten alle Einkommen Steuerfrei sein. Geringverdiener würden entlastet werden. Finanzbeamte würden frei werden für andere Tätigkeiten.
    Steuererklärungen sind immer noch zu kompliziert und zu umfangreich.

  • Avatar Hans-Joachim Brüning sagt:

    Ich hätte ja gern „smartsteuer“ für meine 2019er Steuererklärung benutzt, wurde aber von Ihnen (bzw. dem Programm) abgewiesen, weil ich der Gruppe „Rentner/Pensionäre“ angehöre. Es wurde leider nicht weiter erklärt, was diese Steuer-zahlergruppe auszeichnet, dass sie nicht bedient werden konnte.
    Der Steuerberater war dann etwas teurer und seine Kunst führte nicht zu einer Steuererstattung.
    mfG. Hans-Joachim Brüning

  • Avatar Loega sagt:

    Es geht nicht darum gar keine Steuern mehr zu zahlen, sondern um ein gerechteres und transparenteres Steuersystem. In Deutschland zahlt ein Familienvater mehr Steuern als einJunggeselle in Frankreich z. B. D.H. bei 3.300,– Euro Brutto Steurklasse I ca,.6800,00 Euro
    in Frankreich 2.800,– Euro. Es gibt keine Hundesteuer keine Kirchensteuer und keine KFZ-Steuer.
    Die Beamtenpensionen sind in DE am höchtsten auch die Beamtensolde. Bei den Bürgermeistern und Politikern ist das genauso. Ein Verbandsbürgermeister mit 8.000,– der z. B. von Beruf Ingenieur ist, muss nicht so tüchtig sein und schauen dass er Aufträge hereinholt. Auch die Lehrer einfach alle in diesem System bzw. 2. Arbeitsmarkt sind überbezahlt in DE im Vergleich zu den anderen Ländern. Auch die rießige Steuerverschwendungen. Da könnte man erheblich die Steuern senken. Die Menschen die alles am Laufen halten auch die vergessenen Mütter das sind die Verlierer der Gesellschaft.

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Guten Morgen,
    die Anwendung unterstützt Rentner und Pensionäre im vollen Umfang. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich an hilfe@smartsteuer.de wenden. Gerne helfen wir Ihnen weiter.


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