22.02.2022 · smart leben ·
Lesezeit: 3 Min.

Um glücklich zu sein: wie viel Freizeit brauchen wir?

Vollzeitjob, Kinder, Haushalt – da bleibt oft kaum noch freie Zeit. Viele sehnen sich deshalb nach mehr Entspannung und Erholung. Die spannende Frage dabei: Wie viel Freizeit brauchen wir, um uns gut zu fühlen und zufrieden zu sein? Hilft viel immer viel? Diesen Fragen ist die US-amerikanische Wissenschaftlerin Marissa Sharif mit ihrem Team in einer umfangreichen Studie nachgegangen. Die Ergebnisse lesen Sie hier im Blog von smartsteuer. 

Arbeit und Leben im Gleichgewicht

Das klingt jetzt vielleicht etwas hölzern, ist aber mehr oder weniger nur die deutsche Umschreibung für ein Modewort der letzten Jahre: Work-Life-Balance. Um nichts anderes geht es ja hier. Bevor wir gleich zur Freizeit kommen: Als ich anfing, diesen Artikel zu schreiben, dachte ich zuerst an das Schlafen. Ist ja auch eine wichtige Zeit – und hat auch nichts mit Arbeit zu tun.
Wir alle wissen, dass Schlaf lebensnotwendig ist. Und dass viele – völlig zu recht – über zu wenig Schlaf klagen. Die Kehrseite der Medaille: Zu viel Schlaf ist auf Dauer aber auch nicht gut. Wer mehr als neun Stunden schläft, hat ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, neigt eher zu Übergewicht, Diabetes, Alzheimer oder Herzkrankheiten. Und ohne zu viel zu verraten: Zu wenig Freizeit ist nicht gut. Aber zu viel eben auch nicht…

Wie funktionierte die Studie?

Nun, wir werden hier ganz sicher nicht ins letzte Detail gehen können. Wer gut Englisch kann – und viel Freizeit (!) hat – folgt einfach diesem Link. Insgesamt hat die Motivationsforscherin Marissa Sharif von der University of Pennsylvania mit ihrem Team in zwei Datensätzen von insgesamt 35.375 Erwachsenen in den USA Informationen zu ihrem Freizeitverhalten zusammengetragen. Die Ergebnisse in Kürze: 

  • Weniger als zwei Stunden Freizeit sind schlecht.
  • Ab zwei bis zu fünf Stunden ist das Glücksgefühl am größten.
  • Bei mehr als fünf Stunden Freizeit sinkt die Zufriedenheit.

Doch als was ist Freizeit definiert? Es ist die Zeit, in der wir das tun können, was wir wollen: Also zum Beispiel Freunde treffen, ins Kino, Theater oder Stadion gehen, ehrenamtlich tätig sein, fernsehen, lesen, mit Handy oder Computer spielen oder im Netz surfen, Sport treiben oder einfach nur faulenzen.
Der Rest – abgesehen vom Schlafen – ist dann logischerweise keine Freizeit. Also die Arbeit, Lebensmitteleinkauf, Haushalt, die Betreuung der Kinder und noch vieles mehr. 

Es kommt auch auf das Wie und Was an

Das kommt jetzt nicht völlig überraschend: Wer seine freie Zeit „sinnvoll“ verbringt, ist auch über längere Zeit zufriedener. Also wer was soziales oder produktives macht oder sich mit Freunden trifft. Wer hingegen nur „rumhängt“ – vor allem allein – vor dem Fernseher, Smartphone oder Computer, fühlt sich – spätestens nach den fünf Stunden einfach unproduktiv – und damit nicht mehr zufrieden und glücklich.
Nicht falsch verstehen: Faulenzen oder einfach mal vor irgendeinem Bildschirm abschalten, ist nicht automatisch schlecht. Im Gegenteil. Aber wenn die Studie eines zeigt, dann, dass dieses Freizeitverhalten über längere Zeit und regelmäßig gelebt einfach unzufrieden macht. Und das ist das ganze Gegenteil vom Glücklichsein. 

Weitere Untersuchungen online

Zusätzlich haben die Forscher ein Online-Experiment mit rund 6.000 Personen gemacht. Sie sollten sich vorstellen, sie hätten 15 Minuten, 3,5 oder 7 Stunden Freizeit. Wie sähe es mit dem Glücks- und Zufriedenheitsgefühl aus?
Nicht überraschend werden nur 15 Minuten Freizeit als Stress empfunden. Auf den ersten Blick überraschender ist aber, dass bei 3,5 Stunden die Zufriedenheit am höchsten wäre. Bei der längsten freien Zeit von 7 Stunden rückte das Gefühl, nicht produktiv zu sein, deutlich in den Vordergrund. Diese recht einfache Versuchsanordnung bestätigt aber sehr plastisch die große Studie. Zu viel Freizeit macht nicht glücklich, vor allem dann, wenn man sie nicht aktiv gestaltet.

Was bedeutet das konkret für mich?
Achten Sie auf sich, gönnen Sie sich Pausen und freie Zeit. Doch verbringen Sie diese nicht immer vor einem Bildschirm, sondern bringen Sie Abwechslung rein. Machen Sie mal was anderes, treffen Sie sich zum Beispiel mit Leuten – oder erledigen Ihre Steuererklärung mit smartsteuer – das ist auf jeden Fall was Sinnvolles. Wie bei den meisten Dingen im Leben kommt es auf das richtige Maß an. Und das richtige Maß bei Freizeit ist auf jeden Fall schon mal nicht regelmäßiges, stundenlanges Abschalten. 

Geschrieben von:
Mandy Pank Mandy ist im Marketing tätig und immer darauf bedacht steuerliche Themen so einfach wie möglich aufzubereiten. Dabei hilft ihr natürlich auch ihr Hintergrund als Steuerfachangestellte. Sie versetzt sich gerne in die Lage der Kunden, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Doch auch für ihre Kollegen hat sie immer ein offenes Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
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