24.07.2014 · smart steuern ·

Doppelte Haushaltsführung: Stellplatz gehört dazu

Der Bundesfinanzhof stellt klar: Die Anmietung eines Stellplatzes kann zu den notwendigen Auslagen  im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung gehören. Die Kosten sind als Werbungskosten anzuerkennen.

Ein Arbeitnehmer legte sich einen zweiten Wohnsitz zu, weil die Distanz zwischen seinem Familienwohnsitz und dem Ort seines Arbeitsplatzes nicht mit regelmäßigem Pendeln zu bewältigen war. Das Finanzamt erkannte seine Miet- und Mietnebenkosten sowie die Ausgaben für die Fahrten an. Nur in einem Punkt machte der Fiskus nicht mit: Die Mietausgaben für einen Auto-Stellplatz in Höhe von monatlich 60 Euro seien nicht absetzbar. Diese Kosten seien – so die Finanzbeamten – wie alle Unterhaltskosten für den PKW bereits mit der Entfernungspauschale für Familienheimfahrten abgegolten.

BFH widerspricht dem Finanzamt

Der Bundesfinanzhof widersprach und gab dem Steuerzahler Recht (Aktenzeichen VI R 50/11), dass die Kosten für einen Auto-Stellplatz oder eine Garage sehr wohl zu den notwendigen Mehraufwendungen im Sinne des Gesetzes gehören können und nicht bereits im Rahmen der PKW-Unterhaltskosten abgegolten sind. Die Absetzbarkeit beziehe sich auch nicht ausschließlich auf die Fälle, in denen das Vorhalten eines Fahrzeugs aus beruflichen Gründen nötig ist.

Unser Tipp:

Wer aus beruflichen Gründen einen zweiten Haushalt führt, kann seine Aufwendungen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Vergessen Sie neben Fahrtkosten und den Kosten für Miete und Stellplatz nicht, auch Verpflegungsmehraufwendungen innerhalb der ersten drei Monate und etwaige Umzugskosten geltend zu machen!

(Viola C. Didier / smartsteuer)


Jennifer Dittmann Geschrieben von:

Mach Dein Insiderwissen zu Geld!
Steuererklärung starten

LETZTE BEITRÄGE


Kommentar schreiben (* Pflichtfelder)