17.12.2014 · smart steuern ·

Steuertipps zum Jahresende

Zum 31. Dezember laufen mehrere Fristen ab. Kurz vor dem Jahresende lohnt sich noch einmal der Blick auf steuerliche Themen. Die Feiertage „zwischen den Jahren“ können dafür genutzt werden und bares Geld in die Haushaltskasse spülen.

Wer nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, kann dies freiwillig tun. Dass sich das in den meisten Fällen lohnt, zeigt das Statistische Bundesamt: Knapp 90 % der Steuerpflichtigen erhalten eine Steuerrückerstattung! Die liegt durchschnittlich immerhin bei 832 Euro. Ein guter Grund, sich für die Steuererklärung Zeit zu nehmen.

Fristen beachten ist das A und O

Bis Jahresende kann noch die Steuererklärung für das Jahr 2010 nachgeholt werden. Entscheidend ist der Eingang beim Finanzamt. Das gilt auch, wenn die Steuererklärung elektronisch mit Elster abgeschickt wird. In diesem Fall muss die komprimierte Steuererklärung mit der Unterschrift rechtzeitig per Post eingehen. Nur bei einer elektronischen Signatur ist das Datum des elektronischen Versands maßgeblich. Diese vierjährige Frist gilt auch für Verlustfeststellungen. Wer beispielsweise 2010 Student im Masterstudium war und nachträglich seine Ausbildungskosten als vorweggenommene Werbungskosten noch geltend machen will, muss ebenfalls eine Einkommensteuererklärung abgeben. Zusätzlich ist die „Verlustfeststellung“ auf dem Vordruck anzukreuzen. Die Arbeitnehmer-Sparzulage bei vermögenswirksamen Leistungen kann ebenfalls vier Jahre rückwirkend beantragt werden. Auch hier läuft deshalb die Frist für das Jahr 2010 zum Jahresende ab. Achtung: Für die Anträge auf Wohnungsbauprämie und auf Riesterzulage beträgt die Frist nur zwei Jahren. Hier kann, falls noch nicht geschehen, noch der Antrag für das Jahr 2012 gestellt werden.

Aufwendungen zum Jahreswechsel

Wer zum Jahresende Aufwendungen hat, die steuerlich berücksichtigt werden können, muss das Zahlungsdatum beachten. Nur bei regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen, beispielsweise bei Versicherungsbeiträgen, wird eine Karenzzeit von 10 Tagen anerkannt, damit diese noch dem vergangenen Jahr zugeordnet werden können. Für andere Aufwendungen gilt, dass der Betrag je nach Überweisungsdatum oder Kontobelastung noch für 2014 oder erst im Steuerjahr 2015 berücksichtigt wird. In welchem Jahr die Aufwendung günstiger ist, hängt dabei vom Einzelfall ab.

Unser Tipp: Ausgaben über die Jahre verteilen

Wenn bei Handwerkerrechnungen bereits der Höchstbetrag überschritten ist, kann es zweckmäßig sein, wenn der Abzug erst im Folgejahr berücksichtigt wird. Bei Krankheitskosten oder anderen außergewöhnlichen Belastungen ist es dagegen oft günstiger, wenn ein möglichst hoher Betrag in einem Jahr erreicht wird. Diese Regeln sollten bei der Überweisung beachtet werden.

(Viola C. Didier / Redaktion)


Jennifer Dittmann Geschrieben von:

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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Fine sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Es ist ja nun auch wieder Zeit die Steuererklärung zu machen und ich habe schon überlegt ob ich mich an einen Steuerberater wende. Ich bin nun auch eine Alleinunternehmerin und für mich ist es übersichtlicher mich mit einen Steuerberater zusammenzusetzen.

  • Avatar Jonas sagt:

    Hallo alle zusammen,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Jedes Jahr verschiebe die Einkommensteuererklärung so weit vor mich hin, bis ich von meiner Frau förmlich gezwungen werde, sie auszufüllen und abzuschicken. Ich spiele jedoch mit dem Gedanken, mich an einen Steuerberater zu wenden.

    Viele Grüße
    Jonas


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