17.04.2016 · smart leben ·

Produktivität? Einfach machen!

Einen flotten Sonntag allerseits! Na, hattet ihr euch an diesem Wochenende auch wieder allerhand vorgenommen? Und nun mal Hand aufs Herz: Wie viel davon habt ihr am Ende wirklich gemacht? Selbst, wenn man sich die To-dos faustdick in den Kalender schreibt: Manchmal läuft das mit der Produktivität dann eben doch nicht wie geplant. Und es gibt ja auch so viel Schöneres zu tun, als endlich die längst überfälligen Aufgaben im Haushalt abzuhaken. Dafür leistet man schließlich auch unter der Woche schon genug – vorausgesetzt, man bekommt im Job den Mix aus Zeit- und Selbstmanagement richtig auf die Kette. Gar nicht so leicht, kann ich euch sagen, aber eben auch kein Hexenwerk. Zumindest, wenn man sich erstmal ein bisschen in die Materie eingefuchst hat. Deshalb steuern wir das Thema Produktivität heute einfach direkt an. Und wenn ihr euch ins Zeug legt, läuft nächstes Wochenende ganz bestimmt alles wie am Schnürchen!

Mit wenig Einsatz viel erreichen

Betriebswirtschaftlich betrachtet meint Produktivität im Grunde den Grad des Outputs gemessen an den dafür nötigen Ressourcen. Das lässt sich wunderbar auf den Alltag übertragen, denn besonders produktiv sind wir ja dann, wenn wir mit möglichst wenig Einsatz verhältnismäßig viel erledigen. Unsere Ressourcen sind dabei zum Beispiel Arbeitskraft, Geld oder auch Zeit – der Faktor, der uns heutzutage meist besonders zu schaffen macht. Besonders produktiv sind wir demnach, wenn wir unsere Ziele überdurchschnittlich schnell, für weniger Taler als gewöhnlich oder statt mit mehreren Helfern ganz allein erreichen, ohne dabei wiederum wahnsinnig viel Zeit zu verlieren. Wir alle kennen das: Da nimmt man sich zum Beispiel vor, am Wochenende endlich die Wohnung von oben bis unten auf Vordermann zu bringen, den Keller durch zu sortieren, den Balkon frühjahrsfit zu machen und die ausrangierten Klamotten zur Kleiderkammer zu fahren. Sollte doch wohl machbar sein an zwei vollen Tagen! Meist jedoch findet man sich nach wenigen Stunden lustlos auf dem Sofa wieder oder endet im Einkaufszentrum oder im Zoo mit einem Eis in der Hand – schließlich war das Wetter einfach zu schön und das Aufräumen läuft ja auch nicht weg. Am Ende des Tages jedoch beginnt der Ärger an einem zu nagen. Mist, man hätte heute doch so viel wegschaffen können. Hm, woran hat’s gelegen?

Ohne Antrieb kein Ergebnis!

In erster Linie hat da natürlich wieder mal die Motivation ihre Finger im Spiel. Ohne die geht’s einfach nicht. Was auch immer man anpacken möchte: Wichtig ist das Ziel vor Augen – in unserem Beispiel eine blitzblanke Kajüte mit gesteigertem Wohlfühlfaktor, das gute Gefühl, jemandem mit der Kleiderspende geholfen zu haben oder die befreiende Wirkung, die sich nach dem Ausmisten zu Hause garantiert einstellt. Bei der Arbeit sieht die Sache ganz ähnlich aus. Wer keinen Sinn darin sieht, die täglichen Aufgaben mit Elan und vollem Einsatz zu bewältigen, und nicht einmal aus dem Gehaltseingang am Monatsende seine Motivation ziehen kann, für den sieht es mit der Produktivität natürlich eher schlecht aus. Eine gute Grundlage, um auch im Job ordentlich abzuliefern, ist zunächst mal ein gewisses Wohlgefühl im Büro. Meine zehn Tipps dazu könnt ihr hier noch einmal nachlesen. Darüber hinaus spielen aber noch andere Faktoren eine Rolle, denn auch der schönste Arbeitsplatz ersetzt selbstredend nicht die sogenannte Hands-on-Mentalität – den Willen, es einfach anzupacken.

Pausen steigern die Produktivität

Wer produktiv sein möchte, darf sich nicht lang winden und sträuben, sondern muss die Dinge schlicht und ergreifend angehen. Klar, das kostet manchmal ein bisschen Überwindung – hat man jedoch am Ende sein Tagesziel erreicht, stimmt es einen in der Regel glücklich und zufrieden, man darf zu Recht stolz auf sich sein und nun ungestört die Füße hochlegen. Stellt man jedoch von Beginn an zu hohe Erwartungen an sich selbst, macht man es sich unnötig schwer. In meinem Beispiel oben war der Wochenendplan vielleicht etwas zu eng getaktet, Ruhepausen waren nicht vorgesehen. Doch spätestens seit wir über die richtige Balance von Arbeit und Erholung geschnackt haben, wissen wir um die Wichtigkeit kleiner und größerer Verschnaufeinheiten. Auch die sollten also bedacht werden, wenn man die eigene Produktivität messen möchte – zumindest, wenn einem die eigene Gesundheit am Herzen liegt. Und man glaubt es kaum: Pausen können unseren Output sogar steigern! Hier tanken wir nämlich auf, sammeln neue Kräfte und kommen auf die tollsten Ideen. Realistische Ziele abzustecken und diese dann auch wirklich zu erfüllen, ist also meist weitaus vielversprechender, als sich selbst alles auf einmal abzuverlangen. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut!

Die Zeitplanung im Griff

Einen größeren Output erreicht man in der Regel also mit einer ordentlichen, aber nicht unnötig aufwändigen Planung. Wer gern Listen abarbeitet, sollte seine To-dos auf jeden Fall von Anfang an nach Wichtigkeit priorisieren – trotzdem empfiehlt sich jedoch, das komplette Tagespensum gleich von A bis Z aufzuschreiben. Denn: Es ist absolut menschlich nach dem Abhaken einer Aufgabe erstmal geistig und körperlich runterzufahren. Überlegt man nun erst lang, was als nächstes anzupacken ist, startet man häufig wieder bei null und muss die Motivationsmaschine erstmal wieder zum Laufen bringen. Also lieber alles der Reihe nach in einem Abwasch erledigen und von vornherein so anordnen, dass Wege und Aufwand eingespart werden, wo es möglich ist. Vereinfacht gesagt: Will man zum Beispiel bei der Arbeit ein wichtiges Dokument scannen und soll außerdem für den Chef die Präsentation drucken, die man gerade ausgearbeitet hat, macht man das logischerweise in einem Gang zum Kopierer. So lassen sich auch Wochenenderledigungen mit ein bisschen Planung oft sinnvoll verbinden und das wiederum bedeutet mehr Zeit für die Familie, Freunde und sich selbst. Ob im Büro oder zu Hause: Es gibt etliche weitere kleine Tricks und auch technische Hilfen, um  an der einen oder anderen Ecke Minuten einzusparen und so die eigene Produktivität zu steigern. Wie das aber genau aussieht und welche Ansätze besonders gut funktionieren, ist wiederum ein Thema für sich – auf das wir bei Gelegenheit sicherlich noch einmal gemeinsam Kurs nehmen werden!


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