09.02.2017 · smart leben ·

Smarter studieren: Die Umzugskosten

Ahoi, ihr Bachelor und Master der Zukunft! Weil Studenten mit ihrer dauerhaft knappen Kasse ein paar Lebens- und Spartipps ja wohl immer gut gebrauchen können, soll euch dieser Artikel über eine der Hürden auf eurem Weg zum Uni-Abschluss hinweghelfen. Eine eurer kleinsten wohlgemerkt – nicht nur, weil auch das Studentenleben kein bummeliger Spaziergang ist, sondern auch, weil man einen Umzug auch mit lütten Mitteln ziemlich gut über die Bühne bringen kann. Man muss nur wissen, wie!

Der Möbeltransport

Na klar, die einfachste Lösung ist ein Miettransporter zum Selberfahren. Hier lohnt sich jedoch die Suche nach alternativen Anbietern in der Region, die häufig um einiges günstiger sind als die großen, deutschlandweit bekannten Unternehmen. Besonders in den Großstädten kann man hier einiges sparen – häufig jedoch leider unter der Prämisse, das Abhol- und Rückbring-Station dieselbe sein müssen, was bei einem Umzug von Hamburg nach München natürlich die Mietdauer erheblich verlängert. Da hilft nur: Preise vergleichen und einen kleinen Trick beherzigen. Einige der großen Mietwagen-Anbieter mit landesweiten Filialen haben auf ihren Internetseiten nämlich eine Rubrik versteckt, in der ihr quasi kostenlose Wagen abgreifen könnt. Hierbei handelt es sich um verschiedene Fahrzeugmodelle, die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu ihrem eigentlichen Standort in der Republik zurückgebracht werden müssen. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr genau für eure Route einen Treffer landen – ein bisschen Flexibilität in Bezug auf das Datum vorausgesetzt. Solltet ihr online nichts finden, ruft doch einfach mal ein paar Verleiher an und fragt ganz unverbindlich nach.

Die Umzugshelfer

Viele Hände, schnelles Ende: Um all sein Hab und Gut sicher von A nach B zu transportieren, braucht man vor allem ein paar tatkräftige Helfer. Wer hierfür seinen Freundes- und Bekanntenkreis mobilisiert, kann sich nach getaner Arbeit mit einer Kiste Kaltgetränke und/oder Pizza vom Lieferdienst revanchieren und kommt damit in der Regel deutlich günstiger weg als mit professionellen Möbelpackern. Außerdem macht das ganze Geschleppe so auch noch ein bisschen Spaß. Falls es mal spontan losgehen muss oder sich plötzlich alle drücken, kann man heutzutage auch über die gängigen Kleinanzeigenportale im Internet für verhältnismäßig kleines Geld ein paar starke Träger engagieren. Wichtig, da bei Umzügen ja gern mal etwas zu Bruch geht: Steckt kein Umzugsunternehmen dahinter, klärt unbedingt vorher schriftlich ab, was im Schadensfall passiert. Außerdem solltet ihr in jedem Fall auf eine Rechnung bestehen, um die Kosten hinterher steuerlich geltend machen zu können.

Die Neuanschaffungen

Falls ihr eure alte Einrichtung ohnehin nicht mehr sehen könnt oder manches passend zum neuen Lebensabschnitt ganz einfach mal ersetzt werden muss, macht es wie jeder schlaue Student und guckt auf Flohmärkten oder im Internet nach gebrauchten Möbeln, die noch gut in Schuss sind. Der Vorteil: Wer den Großteil seiner Einrichtung im Studienort kauft, kann gegebenenfalls auf den Möbeltransporter verzichten bzw. ein kleineres Modell wählen. Ob Vintage-Liebhaber, Minimalist oder Freund von „Hauptsache praktisch“: In den Kleinanzeigen-Portalen gibt es nichts, was es nicht gibt – vor allem in Studentenstädten. Auch bei Privatverkäufen solltet ihr euch jedoch eine Rechnung ausstellen lassen oder einfach selbst einen Vordruck in der Tasche haben, den der Verkäufer nur noch unterzeichnen muss. Wer sein neues Zuhause lieber mit Neuware bestücken möchte, kann außerdem beim blau-gelben Schweden von einem besonderen Kundenrecht Gebrauch machen: Innerhalb eines Jahres nimmt der Möbelriese nämlich gegen Vorlage des Kassenbons fast alles zurück – auch Stücke, die offensichtlich in Benutzung waren. Die Auszahlung könnt ihr dann direkt in etwas Neues investieren. Unter uns: Manch einer kommt so durchs Studium, ohne einen Cent für Möbel auszugeben!

Die Sparfuchs-Lösung bei möblierten Wohnungen

Falls ihr gar keine Möbel zu transportieren habt, weil ihr zunächst mal in eine Zwischenmiete oder auch langfristig in eine möblierte Wohnung oder WG zieht, umso besser: Statt euch Muttis Wagen zu borgen, um all eure Kleidung und studienrelevante Dinge quer durchs Land zu karren, könnt ihr auch ebenso gut mit einem Fernbus fahren. Schnappt euch dazu einfach eine Begleitperson und packt vier Koffer oder Reisetaschen plus Handgepäck voll – das sollte bis zum ersten Heimatbesuch hoffentlich erstmal reichen. Klar, allzu lange Fahrten können ein bisschen anstrengend sein, wer jedoch frühzeitig bucht, kann den abgespeckten Umzug so unschlagbar günstig absolvieren. Das Streckennetz der meisten Anbieter kann sich mittlerweile echt sehen lassen und selbst wenn pro Person regulär nur ein großes Gepäckstück vorgesehen ist, kostet ein zweites meist nur ein bis zwei Euro Aufschlag. Am Zielort steigt ihr einfach aus, habt ordentlich Geld gespart und Mutti muss nicht zu Fuß gehen. Super!

Die Umzugskosten: Das kann man absetzen

Prinzipiell sind viele mit dem Studium verbundenen Ausgaben steuerlich absetzbar – so natürlich auch die Umzugskosten, die für den Neustart in der Studienstadt anfallen. Nach derzeitigem Recht gibt es jedoch eine wichtige Unterscheidung zwischen der Erst- und Zweitausbildung: Während jemand, der nach der Schule direkt an die Uni geht, seine studienbezogenen Kosten in der Steuererklärung nur als Sonderausgaben angeben kann, kann ein anderer, der zuvor bereits eine Ausbildung absolviert hat, die gleichen Posten als Werbungskosten geltend machen. Entscheidend ist das deshalb, weil die Sonderausgaben zum einen den Maximalbetrag von 6.000 Euro nicht überschreiten dürfen, und zum anderen nur mit dem Einkommen aus demselben Kalenderjahr verrechenbar sind. Werbungskosten hingegen haben keine Obergrenze und werden auch rückwirkend berücksichtigt, sobald man als frischgebackener Absolvent die ersten richtigen Kröten verdient. Sammelt also in jedem Fall alle Rechnungen für Transportwagen, Möblierung und Co., wenn ihr später ein paar eurer Taler wiedersehen wollt!

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