12.07.2022 · smart steuern ·
Lesezeit: 3 Min.

So bereiten Sie sich optimal auf die Grundsteuererklärung vor

Sie haben Wohneigentum oder Grundbesitz? Dann haben Sie vermutlich in letzter Zeit Post vom Finanzamt bekommen. Denn falls Sie es noch nicht mitbekommen haben sollten: Die Grundsteuer wird ab 2025 neu berechnet. Und deshalb sind Sie schon in diesem Jahr verpflichtet, eine Grundsteuererklärung abzugeben – bis Ende Oktober 2022! Wie Sie das am besten machen, was es zu beachten gilt, wo Fehlerquellen liegen und wie wir von smartsteuer Ihnen helfen können – Sie erfahren es in diesem Blogbeitrag. 

Heute soll es also ganz konkret um die Grundsteuererklärung gehen, die ab 1. Juli und bis spätestens am 31. Oktober 2022 beim Finanzamt sein muss. Das ist notwendig, weil die Grundsteuer neu berechnet wird – und dafür rund 35 Millionen Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden müssen. Wenn Sie mehr darüber und die Hintergründe wissen wollen, empfehlen wir Ihnen diesen Blogartikel.

Welche Unterlagen und Informationen brauchen Sie?

Wie bei jeder Steuererklärung ist die gründliche Vorbereitung schon mal die halbe Miete. Mindestens. Wer die Erklärung machen will – und sich erst dann auf die Suche begibt – wird viel länger brauchen. Deshalb hier die wichtigsten Dinge, die Sie schon zusammentragen sollten: 

  • Adresse
  • Wohnfläche
  • Gebäudeart
  • Grundsteuerbescheid 2022
  • Aktenzeichen des Einheitswertes
  • Grundbuchauszug mit den entsprechenden Informationen (zum Beispiel Flurstück, Grundbuchblatt und Gemarkung)
  • wenn es mehrere Eigentümer gibt, die Informationen zu den Besitzverhältnissen
  • Grundstücksart und Grundstücksfläche
  • Bodenrichtwert (nicht in Bayern und Hamburg)
  • Baujahr und gegebenenfalls das Jahr einer Kernsanierung

Sie sehen schon, einige Dinge davon sind einfach, andere unter Umständen etwas komplizierter. Und da können Fehler entstehen. Wie Sie die vermeiden, erfahren Sie jetzt. 

Typische Fehler vermeiden

Es sind vor allem zwei Punkte, auf die Sie genauer achten sollten. Das sind der Bodenrichtwert und die Wohnfläche.
Beim Bodenrichtwert ist es besonders wichtig, wirklich den aktuellen Wert von 2022 anzugeben. Dieser wurde zum Teil erst Ende März 2022 veröffentlicht. Die Informationen bekommen Sie bei Ihrem zuständigen örtlichen Gutachterausschuss.
Bei der Wohnfläche lauern einige Stolperfallen:

  • Zubehörräume wie Keller und Heizungsräume müssen Sie nicht angeben. Sie gehören weder zur Wohn-, noch zur Nutzfläche. Auch wenn man denken könnte, dass es sich ja um eine Nutzfläche handelt. Doch der Gesetzgeber versteht darunter nur Verkaufsräume und Werkstätten.
  • Zur Wohnfläche gehören darüber hinaus nicht: Waschküche, Garage, Dachboden (sofern sie nicht zu Wohnzwecken dienen), Treppe mit mehr als drei Stufen sowie Flächen, die nur bis zu einem Meter hoch sind – also bei Dachschrägen oder unter Treppen.
  • Anteilig gehören zur Wohnfläche: Balkone, Terrassen und Loggien in der Regel zu einem Viertel, ungeheizte Wintergärten und Schwimmbäder zur Hälfte, Flächen unter Dachschrägen mit einer lichten Höhe zwischen einem und zwei Meter ebenfalls zur Hälfte. 

Wie machen Sie die Grundsteuererklärung konkret?

Nun, wenn Sie alles zusammen haben, geht es an die Erklärung selbst.
Sie könnten damit zu einem – in der Regel ohnehin schon überlasteten – Steuerberater gehen und ordentlich dafür zahlen. Oder Sie versuchen es mit dem Elster-Programm – und werden schnell genervt sein und sehr lange brauchen. 

Oder – und das ist unser Tipp: Nutzen Sie unsere smartsteuer Grundsteuererklärung und geben Sie die Erklärung in wenigen Minuten ab. Denn unsere Prinzipien der klassischen (Einkommen-) Steuererklärung gelten auch hier: Schnell, einfach und ohne Steuer-Vokabular. Worauf warten Sie also noch? Einfach hier klicken und loslegen.

Und wenn Sie jetzt sagen: „Ach, dieses ganze neumodische Zeug übers Internet, das ist mir nichts. Ich gebe lieber klassisch auf Papier ab.“ Dann müssen wir Sie leider enttäuschen. Die Abgabe der Grundsteuererklärung ist nur vollelektronisch möglich.
Und nur noch mal zur Erinnerung und zur Sicherheit: Die Abgabe ist nur zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 möglich. 

Was bedeutet das konkret für mich?
Wenn Sie Wohn- oder Grundbesitz haben, kommen Sie nicht an der Grundsteuererklärung und der Abgabe bis spätestens 31. Oktober 2022 vorbei. Doch keine Panik! Damit wird „nur“ der Grundsteuerwert neu festgelegt. Es ist definitiv keine Raketenwissenschaft – und lässt sich schnell und einfach mit unserer smartsteuer-Lösung erledigen.

Geschrieben von:
Stefan Heine Stefan versteht als Fachanwalt für Steuerrecht selbst die Gesetze, die ihre eigenen Autoren verzweifeln lassen. Dabei widerlegt er das Gerücht, Juristen könnten nicht rechnen – zur Freude unserer Kunden und zum Ärger des Finanzamtes. Als Geschäftsführer von smartsteuer hält Stefan das Team mit seiner harmonischen Art zusammen und fokussiert es auf das gemeinsame Ziel: Die einfachste Steuererklärung.
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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Marion Landes sagt:

    Hier wird schon wieder Panik gemacht. Leider ist unser Internet in Deutschland sehr sehr schlecht. Ich wohne auf dem Lande am Rande einer Stand und haben sehr schlechtes Internet über Vodafon. Kabel liegt bei uns seit Februar 22 direkt vor der Tür, es findet sich jedoch niemand der es ins Haus verlegt. Keiner zuständig. Das ist Deutschland. Nun zur Panik, man kann auch als ältere Herrschaften die Erklärung in Papiergorm beim Finanzamt abgegen. Formulare gibt es auch beim FA. Haben ja in Deutschland nicht alle Internet.

  • Avatar Harald sagt:

    dumme Frage:
    der Gesetzgeber hat die letzten 50 Jahre geschlafen und geschlampt – die Immobilienwerte wurden nicht ermittelt, es wurde nur ganz grob geschätzt.
    Jetzt, nach dem Urteil des BVG soll der Bürger die Arbeit des Finanzamts machen – geht’s noch?!
    Die Daten sind alle schon vorhanden, verteilt auf mehrere hundert Regal-Kilometer.
    Weshalb stellt man nicht 50.000 Finanzbeamte zusätzlich ein? Wir habens doch!


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