07.09.2026 · Allgemein · Lesezeit: 4 min

DAS ändert sich für ALLE beim Steuerbescheid 2027!

Hallo, ich bin Simon. Heute geht es um eine Änderung, die wirklich jeden Steuerzahler in Deutschland betreffen wird – und das ganz kurzfristig. Aber nicht alle finden diese Änderung wirklich gut, deswegen zeigen wir auch, was man dagegen tun kann. Wenn ihr in Zukunft immer über solche wichtigen Steuer-, aber auch Finanzänderungen informiert sein wollt, dann abonniert am besten jetzt unseren Kanal. Wir freuen uns über jeden Abonnenten.

Der Standard ab 2027: Digitaler Verwaltungsakt (DiVA)

Fangen wir mit dem Kern der Sache an: Bisher war der Steuerbescheid für die meisten ein Brief, der klassisch per Post kam. Ab dem 1. Januar 2027 wird das aber umgedreht, und zwar flächendeckend.

Wer seine Steuererklärung elektronisch über Elster oder eine angebundene Steuersoftware wie z. B. smartsteuer abgibt, bekommt seinen Bescheid dann standardmäßig nur noch digital. Er landet also nicht mehr im Briefkasten, sondern im Elster-Postfach zum Abruf. Der Fachbegriff dafür ist „Digitaler Verwaltungsakt“, kurz DiVA. Ganz wichtig: Dieser digitale Bescheid ist rechtlich vollwertig und ersetzt den Papierbescheid eins zu eins.

Rückblick: Ein Jahr Verspätung und Übergangsphase

Damit man das richtig einordnen kann, lohnt sich ein kurzer Blick zurück. Eigentlich sollte genau diese Umstellung schon zum 1. Januar 2026 kommen. Der Aufschrei war relativ groß, und kurz vorher wurde sie um ein Jahr verschoben. Deshalb startet der verpflichtende Regelbetrieb für alle Finanzämter erst 2027.

Für das Jahr 2026 gilt noch eine Übergangsphase: Da entscheidet mal das Finanzamt, ob der Bescheid digital oder auf Papier kommt, und mal braucht es die aktive Zustimmung. Viele erleben deshalb gerade eine Art Mischbetrieb. Aber ab 2027 ist die Richtung klar: Digital wird zum Normalfall, Papier zur Ausnahme.

Prinzipienwechsel: Vom „Opt-In“ zum „Opt-Out“

Jetzt kommen wir zu dem entscheidenden Prinzip, das man verstehen muss: Bisher galt: Wer den Bescheid digital wollte, musste aktiv zustimmen. Ab 2027 dreht sich das genau um. Jetzt bekommt man den Bescheid automatisch digital, es sei denn, man widerspricht ausdrücklich. Aus einem „Ja, ich will das“ wird also ein „Nein, ich will das nicht“.

Wer weiterhin einen Bescheid aus Papier möchte, muss sich aktiv melden und dem Finanzamt Bescheid geben. Genau hier liegt auch schon der wichtigste praktische Punkt: Wer lieber beim Papierbescheid bleiben will – z. B. weil man mit der digitalen Technik nicht viel am Hut hat –, kann ganz einfach widersprechen.

Achtung: Das muss man direkt in seinem persönlichen Elster-Konto hinterlegen. Eine Einstellung in irgendeiner Steuersoftware reicht dafür rechtlich nicht aus. Dieser Widerspruch gilt dann für die Zukunft und kann jederzeit auch wieder geändert werden. Wer weiß, dass er das Papier braucht, sollte das am besten jetzt schon vorbereiten.

Die große Falle: Fristen und die 4-Tage-Fiktion

Jetzt kommt der Punkt, der wirklich richtig Geld kosten kann, den viele komplett unterschätzen und warum wir dieses Video machen: Es geht um die Fristen. Das ist der Kern des Themas.

Bei einem digitalen Bescheid gilt eine besondere Regel: Er gilt am vierten Tag nach der Bereitstellung im Elster-Postfach automatisch als zugestellt – und zwar völlig unabhängig davon, ob man ihn tatsächlich geöffnet und gelesen hat. Ab genau diesem Zeitpunkt läuft dann die einmonatige Einspruchsfrist.

Das heißt im Klartext: Die Uhr tickt, sobald der Bescheid im Postfach liegt, nicht erst, wenn man ihn liest.

Warum ist das so wichtig? Weil ein Steuerbescheid nicht immer korrekt ist – das wissen wir alle. Manchmal wurde ein Posten vergessen oder das Finanzamt weicht von der eigenen Erklärung ab. In so einem Fall hat man eben nur einen Monat Zeit, Einspruch einzulegen und zu seinem Recht zu kommen. Wer aber nur alle paar Wochen oder Monate in sein Elster-Postfach schaut, kann diese Frist verpassen, ohne es überhaupt zu merken. Dann wird der Bescheid bestandskräftig, der Fehler bleibt und das Geld ist weg. Genau das ist die eigentliche Falle bei dieser Umstellung.

Lösungstipp und Vorteile der Digitalisierung

Zum Glück lässt sich dieses Risiko aber ganz einfach entschärfen: Der wichtigste Tipp ist, unbedingt die E-Mail-Benachrichtigung in eurem Elster-Konto zu aktivieren. Dann bekommt ihr eine kurze Mail, sobald ein neuer Bescheid bereitliegt. Diese Mail enthält aus Datenschutzgründen keine Details (keine Beträge oder Inhalte), aber sie ist das entscheidende Signal für euch, dass der Bescheid da ist und man unbedingt reinschauen sollte.

Die gute Seite sollte man natürlich auch sehen: Der digitale Bescheid hat durchaus echte Vorteile.

  • Er ist in der Regel deutlich schneller da als ein Brief, der erst gedruckt und zugestellt werden muss.

  • Man hat ihn sauber als PDF archiviert und findet ihn jederzeit wieder.

  • Wer ohnehin online über smartsteuer oder Elster abgibt, hat einen durchgängigen, modernen Ablauf.

Es geht also gar nicht darum, dass digital schlechter wäre – es geht darum, dass man das wichtige Detail mit den Fristen unbedingt kennt.

Ausnahmen und Fazit

Ein Hinweis noch, den man nicht vergessen sollte: Diese Umstellung betrifft ausdrücklich nur diejenigen, die ihre Steuererklärung auch elektronisch einreichen. Wer seine Erklärung weiterhin klassisch auf Papier abgibt, bekommt auch weiterhin einen Papierbescheid. Ein reines Elster-Konto allein ändert daran nichts, entscheidend ist die elektronische Übermittlung der Erklärung selbst.

Wenn ihr eure Steuererklärung ohnehin einfach und digital erledigen wollt, schaut euch gerne smartsteuer an. Da wird man Schritt für Schritt durch die Erklärung geführt – ganz ohne Vorkenntnisse. Wir helfen mit dem Smart-Check schon vor der Abgabe zu prüfen, ob alle Angaben stimmen.

Wenn euch dieses Video geholfen hat, lasst uns gerne einen Daumen nach oben da und abonniert unseren Kanal. Vielen Dank fürs Zuschauen und wie immer viel Erfolg bei eurer nächsten Steuererklärung!

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Steuern 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 verstehen - nach diesem Prinzip schreibt Jana für smartsteuer. Nach ihrem Studium in Germanistik sammelte sie Erfahrungen als Freie Journalistin einer Tageszeitung, als TV-Redakteurin und als Werbetexterin. Seit 2023 unterstützt sie uns im Team dabei, das Thema Steuern spannend und verständlich aufzubereiten.
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