31.08.2026 · Allgemein · Lesezeit: 4 min

Neue Zuckersteuer: DAS soll ALLES teurer werden!

Hallo, ich bin Simon. Heute geht es um die geplante Zuckersteuer und die Frage, welche GetrĂ€nke davon betroffen sein sollen in unserem Alltag und was das fĂŒr den ganz normalen Einkauf von uns allen bedeuten wĂŒrde. Wie immer möchten wir euch bei smartsteuer solche wichtigen Themen natĂŒrlich verstĂ€ndlich und frĂŒhzeitig erklĂ€ren, gerade im Zusammenhang mit Steuern. Also abonniert gerne unseren Kanal, wenn ihr keine wichtigen Steuer- und Finanzneuigkeiten mehr verpassen wollt. Wir freuen uns ĂŒber jeden Abonnenten.

Das Geheimpapier aus dem Finanzministerium

Der Hintergrund zu dem Ganzen ist ein internes Papier aus dem Haus von Finanzminister Lars Klingbeil, das bekannt geworden ist und wirklich hohe Wellen geschlagen hat. Dieses Papier hat es nĂ€mlich in sich: UrsprĂŒnglich war die Zuckersteuer als eine Art Abgabe gedacht, die zweckgebunden das Gesundheitssystem stabilisieren sollte, und zwar ab 2028.

Nach den neuen PlĂ€nen soll daraus jetzt aber eine ganz normale Steuer werden, die in den allgemeinen Bundeshaushalt fließt. Und der Start soll um ein Jahr vorgezogen werden – nĂ€mlich auf 2027, also ziemlich bald.

Welche GetrÀnke von der Steuer betroffen sein sollen

Der eigentliche Aufreger ist aber die Liste der betroffenen GetrÀnke: Bisher haben die meisten bei einer Zuckersteuer vor allem an klassische Softdrinks gedacht, also direkt an Cola oder Limonade. Laut dem Papier soll die Steuer aber auf deutlich mehr Produkte treffen:

  • Neben Limonaden auch auf SĂ€fte, die viele fĂŒr gesund halten

  • MilchgetrĂ€nke

  • Eistee

  • BiermischgetrĂ€nke wie Radler

  • Fertigkaffees

  • In den Berichten werden außerdem Smoothies und Haferdrinks genannt

Jetzt kommt der Punkt, der fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Aufschrei gesorgt hat: Sogar GetrĂ€nke ganz ohne Zucker sollten ursprĂŒnglich besteuert werden, wenn sie SĂŒĂŸstoff enthalten! Eine Cola Zero wĂ€re also ebenfalls unter die Zuckersteuer gefallen, obwohl da gar kein Zucker drin ist.

Die geplanten SteuersÀtze und eine Beispielrechnung

Aber schauen wir uns das Ganze StĂŒck fĂŒr StĂŒck an. Die geplanten SĂ€tze sehen wie folgt aus – die Steuer soll gestaffelt nach dem Zuckergehalt erhoben werden:

  • 4,5 bis 7 g Zucker je 100 ml: 26 Cent pro Liter

  • Mehr als 7 g Zucker je 100 ml: 32 Cent pro Liter

  • Mehr als 10 g Zucker je 100 ml: 38 Cent pro Liter

  • GetrĂ€nke mit SĂŒĂŸstoffen: Pauschal 26 Cent pro Liter (unabhĂ€ngig vom Zuckergehalt)

Oben drauf kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer! Was das praktisch bedeutet, zeigt eine Beispielrechnung aus vielen Berichten: Ein 2-Liter-Eistee könnte dadurch von 2,10 € auf 2,72 € steigen. Das wĂ€ren ĂŒber 60 Cent mehr fĂŒr eine einzige Flasche! Wer regelmĂ€ĂŸig fĂŒr die ganze Familie einkauft, bei dem summiert sich so etwas ĂŒber das ganze Jahr hinweg recht deutlich.

Erstes ZurĂŒckrudern: Entwarnung fĂŒr Zero-GetrĂ€nke

Genau an dieser Stelle gibt es jetzt eine ganz frische Entwicklung, und die ist fĂŒr alle Zero-Trinker schon mal eine gute Nachricht: Ausgerechnet der Punkt mit den zuckerfreien GetrĂ€nken hat fĂŒr so viel Empörung da draußen gesorgt, dass das Finanzministerium inzwischen zurĂŒckgerudert ist.

Die Besteuerung von SĂŒĂŸstoffgetrĂ€nken wie Cola Zero ist vom Tisch – erstmal. Der Vorschlag kam aus dem eigenen Haus, wird aber nach dem massiven Protest ĂŒberall nicht weiterverfolgt. FĂŒr GetrĂ€nke, die tatsĂ€chlich Zucker enthalten, bleiben die PlĂ€ne dagegen erst einmal bestehen.

Und ehrlich gesagt ist genau das auch der Grund, warum wir solche Themen schon frĂŒhzeitig aufgreifen, wenn sie eventuell sogar noch PlĂ€ne sind und eben noch nicht beschlossen. Denn nur so kann man rechtzeitig darĂŒber reden. Wie man in diesem Beispiel sieht, bewegt dieser öffentliche Druck dann manchmal tatsĂ€chlich etwas, bevor ein Gesetz daraus geworden ist. Man sieht daran also ganz gut, wie sehr das Ganze gerade noch in Bewegung ist.

Bundeseinnahmen & Kritik am Gesundheitsargument

Interessant ist aber auch, was der Staat sich davon verspricht: FĂŒr 2027 rechnete das Finanzministerium ursprĂŒnglich mit Einnahmen von 650 Millionen €, danach mit rund 450 Millionen € pro Jahr.

Offiziell hat die Steuer zwei Ziele: Der Zuckerkonsum soll sinken, und der Bund bekommt zusĂ€tzliche Einnahmen. Aber genau an dieser Stelle kann man sich schon fragen, wie das zusammenpasst. Dass zwischenzeitlich sogar zuckerfreie GetrĂ€nke besteuert werden sollten, hat das Gesundheitsargument fĂŒr viele unglaubwĂŒrdig gemacht. Und weil das Geld nicht mehr zweckgebunden ins Gesundheitssystem fließen soll, sondern in den allgemeinen Haushalt, bleibt am Ende auch ein bitterer Beigeschmack und die Frage offen, ob es hier wirklich um Gesundheit geht oder vor allem um eine neue Einnahmequelle.

Widerstand in der Politik: Scheitert die Steuer noch?

Und damit kommen wir zur wichtigen Frage: Kommt das Ganze ĂŒberhaupt? Der Widerstand ist erheblich, und zwar mitten aus der eigenen Koalition.

Berichten zufolge hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner von der CSU ein Veto gegen die PlĂ€ne eingelegt. Er warnt vor einer unausgereiften Regulierung, die vor allem mittelstĂ€ndische Betriebe wieder belasten wĂŒrde. Auch in der Unionsfraktion ist die Skepsis groß. Der finanzpolitische Sprecher Fritz GĂŒnzler hat betont, dass es sich bislang nur um ein Arbeitsdokument handelt und sich erst im parlamentarischen Verfahren im Bundestag entscheidet, was daraus wird. Die CDU hatte eine solche Steuer auf ihrem Parteitag im Februar sogar noch ausdrĂŒcklich abgelehnt.

Man muss also ganz klar sagen: Hier ist noch nichts entschieden. Möglich ist alles von einer entschĂ€rften Version ĂŒber eine Verschiebung bis zum kompletten Aus. Aber Lars Klingbeil betont aktuell noch einmal, dass er vollen RĂŒckhalt aus der Regierung bei dem Thema habe.

Fazit

Uns interessiert jetzt eure Meinung: Ist so eine Zuckersteuer ein sinnvoller Schritt fĂŒr die Gesundheit oder doch nur eine weitere Steuer, um Geld zu kassieren?

Wenn ihr außerdem keine wichtigen Änderungen rund um Steuern, Geld und Finanzen verpassen wollt, dann lasst uns gerne einen Daumen nach oben da fĂŒr das Video und abonniert unseren Kanal. Vielen Dank fĂŒrs Zuschauen und wie immer wĂŒnschen wir euch ganz viel Erfolg bei eurer nĂ€chsten SteuererklĂ€rung – einfach und ohne Vorkenntnisse mit der Online-SteuererklĂ€rung von smartsteuer!

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