11.03.2015 · smart steuern ·

Warum ALLE Studenten eine Steuererklärung machen sollten (Serie, Teil 13)

Ich treffe mich eigentlich gern mit meinen studentischen Freunden. Also den Freunden von früher, die jetzt studieren. Haben sie doch immer viel Interessantes aus aller Welt zu erzählen. Nur, mittlerweile geht es in unseren Gesprächen – wenn ich erwähne, dass ich bei smartsteuer in Hannover arbeite – oft nur noch um Steuerthemen.

So kann es nicht weiter gehen! Damit ich endlich wieder wirklich entspannte Treffen mit meinen Freunden habe, hier mein zweiteiliger Beitrag zum Thema Studenten und Steuern. Für meine studentischen Freunde – und natürlich auch für ALLE anderen Studenten.

Erst- oder Zweitausbildung – großer Unterschied oder etwa doch nicht?

Weil es um Steuern geht, ist die Materie nicht einfach. Denken Sie aber bei allem, was Sie jetzt gleich hier lesen, immer an die Überschrift. ALLE Studenten meint wirklich JEDER Student. Für die Begründung muss ich aber doch ein bisschen ausholen…

Bis Ende 2014 konnten besonders pfiffige Studenten ganz gut Steuern sparen. Sie machten zum Beispiel vor dem Medizin-Studium eine meist nur wenige Wochen dauernde Ausbildung zum Rettungssanitäter. Ihr Studium wurde dadurch zu einer Zweitausbildung – und mit der ließ sich steuerlich viel mehr anfangen. Was, erfahren Sie gleich im nächsten Absatz. Diese Steuerlücke wurde jetzt geschlossen. Das Einkommensteuergesetz (Paragraph 9, Absatz 6 ganz unten) legt nun exakt fest, was eine Erstausbildung ist. Sie muss nun zum Beispiel mindestens ein Jahr dauern – und das bei Vollzeit. Das Masterstudium ist übrigens immer eine Zweitausbildung. Doch warum wird überhaupt so ein Trara um Erst- oder Zweitausbildung gemacht?

Sonderausgaben oder Werbungskosten – dazwischen liegen Welten

Nun, die Erklärung ist einfach: In der Erstausbildung lassen sich nach dem gerade aktuellen Rechtsstand nur Sonderausgaben absetzen, in der Zweitausbildung hingegen alle Werbungskosten. Ein himmelweiter Unterschied für Studenten! Warum?

  • Sonderausgaben sind auf 6000 Euro pro Jahr begrenzt. Vor allem aber können sie nur mit den Einnahmen aus dem gleichen Jahr verrechnet werden. Meist haben Studenten aber nur geringe  Einkünfte und müssten deshalb eh keine Steuern zahlen. Die Ausgaben würden sozusagen unter den Tisch fallen.
  • Werbungskosten hingegen ermöglichen die „Verlustfeststellung“ (Verlustvortrag). Kurz gesagt: Der Student macht jedes Jahr Verluste. Dank des Verlustvortrags gehen sie aber nicht verloren, sondern werden Jahr für Jahr aufsummiert. Bis, Sie ahnen es vielleicht schon, bis der Student nicht mehr Student ist, sondern einen Job hat. Erst dann wird der aufgelaufene Verlust von den aktuellen Steuern abgezogen. Der ehemalige Student zahlt dann in seinen ersten Berufsjahren deutlich weniger Steuern.

Hoffnungsschimmer am Horizont

Gut, das habe ich verstanden, werden Sie sagen. Aber, so Ihr Einwand, Ihr Studium ist ein Erststudium, dann trifft das doch alles nicht auf Sie zu. Sie haben prinzipiell Recht, aber doch auch wieder nicht. Denn: Der Bundesfinanzhof teilte im November 2014 mit, dass er die Ungleichbehandlung von Erst- und Zweitausbildung für verfassungswidrig hält – auch in der Erstausbildung müsste ein Verlustvortrag, also Werbungskosten möglich sein. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts steht noch aus, was aber jetzt schon fest steht, ist: Jeder Student sollte für jedes Jahr eine Steuererklärung abgegeben – am besten natürlich mit unserer smartsteuer Online-Lösung. Denn nur so lassen sich in den ersten, Berufsjahren – dank des Verlustvortrags – Steuern sparen.

Was Sie dafür genau machen müssen und welche Ausgaben Sie im Studium absetzen können, lesen Sie im nächsten Teil 14 meiner Serie.

Zusammenfassung: Jeder Student sollte für jedes Jahr eine Steuererklärung machen. Ganz egal, ob er eine Erst- oder Zweitausbildung macht. Die Folge kann eine beträchtliche Steuerersparnis am Anfang des Berufslebens sein.

 

Was bisher geschah:
Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? (Serie Teil 1)
Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird (Serie Teil 2)
Das Gießkannenprinzip, oder: Was macht der Staat mit unseren Steuern (Serie Teil 3)
Wer muss eine Steuerklärung abgeben? (Serie Teil 4)
Wir geben ab zur Werbung – zu den Werbungskosten (Serie Teil 5)
Muss ich Steuern auf Erbschaften zahlen? (Serie Teil 6)
Lohnt es sich zu heiraten? Alles zu Steuerklassen (Serie Teil 7)
Auf den Hund gekommen – Steuern & Tiere (Serie Teil 8)
Müssen wir Steuern an die EU bezahlen? (Serie Teil 9)
Steuern im Ausland – hält doppelt wirklich besser? (Serie Teil 10)
Vorm Finanzamt sind alle gleich (Serie Teil 11)
Warum nur? Erst Steuern zahlen, dann welche zurück? (Serie Teil 12)

Theresa Voigt Geschrieben von:
102 Kommentare

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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Michael sagt:

    Auch von Vorteil, um generell in die Materie rein zu kommen und als Berufseinsteiger dann nicht völlig aufgeschmissen zu sein. Informativer Beitrag, der mal ein Licht in den Steuer Dschungel wirft. Sehr kompliziert, aber wenn man es versteht bringt es unheimlich viele Vorteile. Finde man sollte schon zu Schulzeiten mal in die Thematik eingeführt werden.

  • Franziska sagt:

    Hallo,
    mein Studium ist eine Zweitausbildung und ich habe jedes Jahr einen fünfstelligen Verlustvortrag gehabt.
    Ich habe drei Fragen zum Verlustvortrag:
    – Können Verlustvorträge nach einer gewissen Zeit verfallen? Wenn ja nach welcher Zeit?
    – Wenn ich mein erstes Gehalt als Berufseinsteiger bekomme, muss ich aktiv etwas tun, dass ich Vorteile vom Verlustvortrag habe oder passiert das automatisch?
    – Wie genau wirken sich die Vorteile des Verlustvortrages aus? Wenn ich Beispielsweise einen Verlustvortrag von 12000€ habe und Monatlich 4000€ Brutto verdiene, muss ich dann für die ersten drei Monate (12k /4k) als Berufseinsteiger keine Steuern zahlen?

    Vielen Dank schon mal für eure Unterstützung.

  • Franziska Sobolowski Franziska Sobolowski sagt:

    Hallo Franzi,
    ein Verlustvortrag kann nicht verfallen. Bei smartsteuer kannst du dein Verlust eintragen und mit deinen Einkünften verrechnen lassen. Zu den steuerlichen Auswirkungen dürfen wir dir keine Antwort geben, da wir keine steuerrechtliche Beratung durchführen dürfen. Gerne kannst du deine Daten bei smartsteuer kostenlos eingeben und schauen welche Auswirkung die Verlustverrechnung für dich hat.
    Informationen zum Thema Zweitstudium findest du auch unter: http://www.kann-man-das-absetzen.de/zweitstudium/

  • Christian sagt:

    Hi,

    super Artikel, sehr informativ und auf den Punkt gebracht.
    Eine Frage hätte ich aber dazu noch.
    Ein Beispiel: Student A reicht Steuererklärung für die vergangenen Jahre mit einem Verlustvortrag von 5000€ ein. Noch in dem selben Jahr fängt Student A als Werkstudent an (verdient mit einer Werkstudententätigkeit 9.600€, somit ca. 1100€ über dem Freibetrag von 8.472€).
    Würde der Verlustvortrag von 5000€ dann nur auf die 1100€ angerechnet und verfällt dann oder würden die restlichen 3.900€ die Steuern in den folgenden Jahren ebenfalls vermindern?

    Vielen Dank im Voraus.

    Viele Grüße, Christian

  • Franziska Sobolowski Franziska Sobolowski sagt:

    Hi Christian,
    du kannst einen Teil des Verlustvortrages verrechnen lassen, sodass keine Steuern gezahlt werden müssen und den restlichen Verlustvortrag mit zukünftigen Einkünften verrechnen lassen. Bei smartsteuer wird automatisch der Maximalbetrag des Verlustvortrages angesetzt, sodass der Rest nicht verfällt und du diesen in den Folgejahren wieder eintragen kannst… In dem Steuerbescheid des Finanzamtes wird der Restbetrag dann noch einmal bescheinigt.
    Viele Grüße, Franziska

  • Julian Falter sagt:

    Hallo,
    was passiert, wenn mir der Werbungskostenabzug vom FA nicht gewährt wird? Kann ich trotzdem noch den Sonderausgabenabzug in Anspruch nehmen?
    Viele Grüße
    Julian

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Julian,

    generell ist das möglich. Allerdings müssen dann die Voraussetzungen für den Ansatz als Sonderausgaben gegeben sein.

  • Marian sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe für 2014 eine Steuererklärung mit Verlustvortrag eingereicht, da ich zu der Zeit studiert habe. Muss ich in meiner Steuererklärung für 2015, mittlerweile als Arbeitnehmer, in irgendeiner Form auf diesen Verlustvortrag hinweisen? Dieser wird in der Software ja nicht erkannt und somit nicht in die voraussichtliche Steuerrückerstattung mit einberechnet oder sehe ich das falsch?

    Liebe Grüße,
    Marian

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Marian,

    Du kannst unter den Einkünften den Bereich Verlustverrechnung auswählen. In diesem Bereich kannst Du Deinen Verlustvortrag aus 2014 verrechnen lassen, um eine höhere Steuererstattung zu erhalten.

  • Marian sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für die Antwort! Auf wieviele Jahre lässt sich dieser Verlustvortrag aus 2014 verteilen, wirkt sich dieser nur mindernd in 2015 aus?

  • Marian sagt:

    In 2015 würde sich der Verlustvortrag nicht mindernd auswirken, könnte ich den Verlustvortag aus 2014 auch ins Jahr 2016 bzw. 2017 übertragen? Würde ich in diesem Fall die Option „Verlustverrechnung“ schlichtweg nicht auswählen? Lg, Marian

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Grundsätzlich kann der Verlust ein Jahr vor oder ein Jahr zurückgetragen werden.
    Bei einem Vortrag wird der Teil, der im nächsten Jahr nicht aufgebraucht wird, dann erneut festgestellt und kann dann wieder genutzt werden.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der Verlust wird, wenn dieser im nächsten Jahr nicht genutzt wird, nochmal festgestellt und ist dann für die späteren Jahre nutzbar.
    Ein Antrag kann also immer nur auf das nächste Jahr und nicht auf mehrere Jahre vorgenommen werden.

  • Angelika sagt:

    Hallo, was kann ich tun, wenn ich während meiner Studienjahre immer eine Steuererklärung abgegeben habe, jedoch keinen Verlustvortrag eingetragen habe?
    kann ich das jetzt noch tun?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Wenn bereits ein Bescheid da ist und dieser rechtskräftig geworden ist, gibt es nur wenig Chancen die Bescheide im Nachhinein noch zu ändern.

  • Monika64 sagt:

    Wie ist es denn für die Eltern, also, Sohn ist 27, wohnt zuhause, studiert und hat selber keine steuerpflichtigen Einkünfte. Kann ich ihn noch irgendwie absetzen? Danke

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Wenn Sie keinen Anspruch mehr auf Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag haben, können Sie ggf. Kosten für den Unterhalt bedürftiger Personen geltend machen.

  • Anne Weber sagt:

    Hallo, ich habe auch noch eine Frage und wäre sehr froh, wenn ihr mir helfen könntet. Folgende Situation: duales Studium, somit Ausbildungsgehalt von ca. 500€ netto (entsprechend keine Steuern gezahlt) und Studiengebühren i.H.v. 350€.
    Kann man hier irgendwas machen?

  • Franziska Sobolowski Franziska Sobolowski sagt:

    Hallo Anne, wenn sich ein Verlustvortrag ergibt lohnt sich die Steuererklärung für dich. Du kannst Dir mit smartsteuer Deine Einkommensteuererklärung berechnen lassen und schauen ob es sich für Dich lohnt. Erst bei Abgabe fallen 14,95 € an.

  • Basti sagt:

    Ich habe in den Jahren 2013, 2014 und 2015 eine Berufsausbildung gemacht. Dort habe ich keine Steuern gezahlt und bislang auch keine Steuererklärung abgegeben. Nun meine Frage: Sollte ich eine Steuererklärung für die Jahre nachholen? Kann ich mir die Werbungskostenpauschale als Verlustvortrag eintragen lassen?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Eine Werbungskostenpauschale als Verlustvortrag gibt es leider nicht.

  • Udo sagt:

    Hallo,
    vielen Dank erstmal für die super informativen Beiträge.
    Ich hätte noch eine kurze Frage. Ich arbeite als Werkstudent neben meinem Master Studium und habe Lohnsteuer bezahlt. Diese möchte ich mir über eine Steuererklärung zurückholen und zudem einen Verlustvortrag ins nächste Jahr machen, da meine Werbungskosten deutlich höher sind, als die gezahlten Steuern.

    Wie muss ich vorgehen? Reicht ein Kreuz bei der Einkommensteuererklärung bei „Einkommensteuererklärung“ oder muss ich einen Haken setzen bei „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“? Oder beides? Bzw. oder muss ich einen gesonderten Antrag auf einen Verlustvortrag stellen?

    Wäre super, wenn mir geholfen werde könnte :).
    Danke

  • Annika sagt:

    Hallo.
    Ich habe keine Lösung für mein Problem gefunden.
    Ich habe nach der Schule ein Studium begonnen und dieses nicht abgeschlossen. Dann habe ich ein neues Studium angefangen (Fernstudium, Teilzeit) und zeitgleich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (Vollzeit, 2,5 Ausbildungsjahre). Im Januar 2016 habe ich die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Mein Studium wird noch ca. 1 Jahr laufen..
    Wenn ich nun die Steuererklärung für 2015 machen will: was ist meine erst- und was meine zweitausbildung/zweitstudium? Kann ich die Ausbildung als erstausbildung (und somit das Studium als zweitausbildung=Weiterbildung) angeben auch wenn ich diese 2015 noch gar nicht fertig hatte, sondern erst 2016?
    Oder hab ich mehrere erstausbildungen dann für 2015?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    In smartsteuer wird der Betrag des Verlustes ermittelt und das Finanzamt erteilt im Nachhinein einen Bescheid über einen Verlustvortrag, der in den folgenden Jahren genutzt werden kann.
    Der Verlust berechnet sich aber nicht durch den Abzug der Werbungskosten von den Steuern, sondern durch den Abzug der Werbungskosten von den Einnahmen.
    Von dem Betrag wird dann (nach weiteren Berechnungen) deine zu zahlende Steuer berechnet und mit der bereits gezahlten Lohnsteuer verglichen. Dann bekommst du ggfs. eine Erstattung.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Oh, das ist wirklich eine kniffelige Situation, weil du zwei Sachen gleichzeitig angefangen hast.
    Hast du schonmal hier oder hier geschaut, ob du da weiter kommst?

  • Claudia sagt:

    Hallo,
    ich würde sehr gerne wissen was Sie für Lektüre verwendet haben. Ich werde meine Bachelorarbeit über dieses Thema schreiben und bin gerade auf der Suche nach passenden Lesematerial.
    VG

  • Franziska Sobolowski Franziska Sobolowski sagt:

    Die Kollegin verwendet meist Onlinequellen wie u.a. auch im Artikel angegeben!

  • Tamara sagt:

    Hallo,

    habe ich das richtig verstanden, dass man als Student in Erstausbildung mit monatlichen Einnahmen von beispielsweise 200 Euro aus einem Minijob auch einen Verlustvortrag geltend machen kann, obwohl im 450-Euro-Job keine Steuern gezahlt werden müssen? Bzw. ist es nur sinnvoll, eine Steuererklärung abzugeben, wenn der jährliche „Verlust“ über den Einnahmen durch den Minijob liegen?
    Danke im Voraus!

  • Stefan Heine Stefan Heine sagt:

    Hallo,
    einen pauschalversteuerten Mini-Job brauchen Sie in der Einkommensteuererklärung nicht einzutragen. Am besten die Steuererklärung kostenlos anfertigen und schauen, wie sich das Ergebnis darstellt udn ob sich die Abgabe lohnt (14,95 Euro).
    Beste Grüße

  • Franzi sagt:

    Hallo,

    ich habe mein Studium im Februar abgeschlossen (Zweitausbildung) habe aber leider keine Steuererklärung abgegeben. Seit Mai arbeite ich nun. Lohnt es sich für mich jetzt noch eine für 2015 zu machen? Danke und liebe Grüße

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    mit smartsteuer kann man immer die Steuererklärung für die letzten 4 Jahre machen. Also im Momement 2012-2015.
    Du kannst im Programm deine Daten eintragen und schauen, ob du abgeben möchtest.
    lieben Gruß
    Juliane

  • MIa sagt:

    Hallo,

    kurze Frage: ich habe im Sommer 2014 mein Erststudium abgeschlossen und leider währenddessen keine Steuer abgesetzt (total blöd, ich weiß 🙁 )
    Kann ich dieses Jahr diesen Verlustvortrag stellen oder ist es zu spät?

    zur Info: Okt. 2014 habe ich mit dem Master begonnen(Fernstudium) und nebenbei gearbeitet. Im Nov 2015 bin ich in eine andere Stadt auf Grund einer Festanstellung gezogen, studiere aber immer noch nebenbei.

  • MIa sagt:

    @ Juliane Bunte

    Hallo,

    kann ich grundsätzlich eine Steuererklärung für das vorletzte Jahr einreichen? Soweit ich weiß gibt es eine Frist, z.B für 2014 gilt die Frist : 31.12.2015

    Ist das so korrekt?

    Danke vorab!

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    Sie können grundsätzlich Steuererklärungen für die letzten 4 Jahre abgeben. Also bis Ende 2016 die Jahre 2012-2015.
    Die Frist gilt für zur Abgabe verpflichtete Steuerpflichtige.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    es ist möglich die Steuererklärung für vorherige Jahre zu erstellen. Bitte achten Sie darauf, dass die Ausgaben für ein Erststudium nur Sonderausgaben darstellen (und keine Werbungskosten wie bei einem Zweitstudium). Verluste, die durch Sonderausgaben verursacht werden, sind leider nicht vortragsfähig.

  • Daniel sagt:

    Hallo,

    habe eine Steuererklärung für das Jahr 2015 gemacht. In dem Jahr habe ich sowohl verdient als auch studiert. In meinem Bescheid vom Finanzamt habe ich nun die volle Gutschrift aller Steuern bekommen, jedoch ist nirgendwo ein Verlustvortrag aufgelistet…Stimmt das so? Was kann ich dagegen tun?
    Vielen Dank im Voraus!

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Daniel,
    ein Verlustvortrag wird, wenn ein Verlust vorliegt, in einem gesonderten Feststellungsbescheid festgestellt.
    Dieser weist dann einen Betrag x als Verlust per 31.12.xxxx aus.
    Wenn du sowohl verdient als auch studiert hast, könnte es sein, dass die Kosten aus dem Studium sich schon in dem Jahr voll steuermindernd ausgewirkt haben
    und somit kein Verlustvortrag mehr übrig ist. Dazu müsstest du noch einmal in die Berechnung der Steuer schauen.

  • Lydia sagt:

    Wenn ich mein Bachelorstudium abgeschlossen habe und kurz vor dem Abschluss eines Masterstudiums stehe – kann ich dennoch Werbekosten (sofern vom Gerichtshof entsprechend dann entschieden) auch rückwirkend aus dem Erststudium geltend machen?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Für ein Erststudium werden die Kosten, nach zur Zeit gültigem Recht, nicht als Werbungskosten, sondern als Sonderausgaben anerkannt.

  • Diana sagt:

    Hallo!
    Ich habe meine erste Steuererklärung für 2013 dieses Jahr abgegeben (Bachelorstudium zw. 2009-2014). Die StE für 2014 habe ich auch bereits abgegeben. Leider hatte ich in beiden StE keinen Verlustvortrag angesetzt. Kann ich diesen in der Steuererklärung für 2015 geltend machen?

    Kurze Info:
    2015 vollzeit beschäftigt
    2016 Masterstudium

    Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
    Diana

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Verluste werden immer in dem Jahr, in den sie anfallen, in die Steuererklärung eingebracht. Dann erlässt das Finanzamt einen Verlustfeststellungsbescheid (Bescheid über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags per 31.12.xx).
    Die Beträge aus dem Bescheid können dann in den folgenden Jahren steuerlich verbraucht werden und zur Verlustverrechnung genutzt werden.
    Dieser Vorgang nennt man Verlustvortrag. Wenn so ein Bescheid existiert, kannst du einen Verlustvortrag machen.

  • Anna sagt:

    Hallo,

    ich habe noch keine Steuererklärung abgegeben. Möchte aber dieses Jahr meine Erste einreichen. Meinen Bachelor habe ich von 2010-2014 gemacht und den Master von 2014 bis heute. Wie genau muss ich die Steuererklärung erstellen, damit ich den Verlustvortrag vom Finanzamt anerkannt bekomme (Welche Extra Formulare)? Ist es richtig, dass dies nur für mein Zweitstudium (Master) gilt?

    Danke und Grüße
    Anna

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Anna,

    ja Du kannst nur für das Zweitstudium einen Verlsutvortrag geltend machen. In der Steuererklärung 2014 und 2015 musst Du im Arbeitnehmerbereich unter Werbungskosten die Fortbildungskosten ausfüllen. Dadurch entsteht ein vortragsfähiger Verlust, wenn dieser Deine eventuellen Einnahmen übersteigt. Den Verlust kannst Du dann mit Deinen späteren Einkünften verrechnen.

  • Jan sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe in meinem Masterstudium durch Nebenjobs in 2015 knapp 3000 Euro Bruttoarbeitslohn gehabt. Im gleichen Jahr sind mir Kosten (Entfernungspauschale, Studienkosten, Kosten für Arbeitsmittel, etc.) iHv knapp 5000 Euro entstanden, welche ich als Werbungskosten in meiner ESt-Erklärung geltend gemacht habe. In der Erklärung habe ich das Häkchen für die Feststellung des Verlustvortrages gesetzt. Ich habe mit dem Steuerbescheid vom Finanzamt für 2015 nun aber keinen gesonderten Bescheid über die Feststellung des Verlustes erhalten obwohl laut Steuerbescheid alle von mir angegebenen Werbungskosten anerkannt wurden. Eigentlich habe ich doch aber einen Verlust von ca 2000 Euro in 2015 erwirtschaftet der mir zwecks Vortrag hätte bestätigt werden müssen, oder liege ich falsch?

    Vielen Dank und viele Grüße

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo Jan,

    am besten Du fragst noch mal bei Deinem Finanzamt nach. Normalerweise hättest Du einen Bescheid zur Feststellung des Verlustes erhalten müssen.

  • Daffy sagt:

    Hallo,

    schöner Artikel. Ich habe selbst auch eine Frage:
    Ist eine Steuererklärung denn möglich, wenn man kein aktives Einkommen hat? Ich bin 31, habe vor einem Jahr wieder zu studieren begonnen und lebe momentan in der Hauptsache von Ersparnissen. Kosten habe ich natürlich dennoch (monatliche Krankenversicherung, Zugfahrkosten, etc.).

    Würde es sich für mich lohnen, eine Steuererklärung abzugeben bzw. kann ich es überhaupt?

    Vielen Dank!

  • Jennifer Dittmann Jennifer Dittmann sagt:

    Hallo,

    wenn es sich um ein Zweitstudium handelt, kannst Du diese Kosten als Werbungskosten berücksichtigen. Diese angegebenen Werbungskosten werden als Verlustvortrag in die nächsten Jahre vorgetragen und mit zukünftigen Einkünften verrechnet.

  • Helga Rauhaus sagt:

    Hallo,

    ich habe für meine studierenden Kinder die Einkommensteuererklärungen gemacht und für ein Kind soeben die Bescheide für 2014 und 2015 erhalten. Der Verlustvortrag wurde insofern nicht berücksichtigt, als die Ausgaben für die Ausbildung als Sonderausgaben bescheinigt wurden, obwohl sie in Anlage N erklärt wurden. Das nützt ja nun nichts. Ist es so, dass der Verlustvortrag in einem neuen Bescheid automatisch anerkannt wird, sobald die Gesetzeslage sich ändert? Oder muss man jetzt zwingend Einspruch einlegen?

    Danke für Antworten.
    Gruß
    Helga Rauhaus

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Frau Rauhaus,
    Sie können immer Einspruch einlegen, um den Bescheid offen zu halten. In unserem ebook finden Sie dazu weitere Informationen.
    viele Grüße
    Juliane Bunte

  • Gregor sagt:

    Hallo zusammen,
    ich habe eine Ausbildung gemacht und dann studiert. Ich habe für die Jahre 12-14. einen Verlust generiert. Nun habe ich wie in den Jahren zuvor meine Unterlagen für 2015 erstell. Vom FA habe ich nun die Rückmeldung erhalten das die Kosten gestrichen werden. Der Fahrtweg wird nur noch in eine Richtung gewertet und die Essenspauschale wird auch nicht mehr gewertet.

    Die Begründung ist das ich in der 2. Ausbildung ein Vollzeitstudium gemacht habe. Die Bildungsstätte wird als erste Tätigkeitsstätte angesehen also nur 0,3€ / km für einen Fahrtweg. Hat einer dieses Jahr auch das Problem gehabt??

  • Thea sagt:

    Der Artikel ist nicht vollständig und ich frage mich warum man den Studenten die wichtigste Information überhaupt nicht mitteilt bevor sie sich die Mühe machen eine Steuererklärung über ihre Werbungskosten plus Verlustvortrag zu machen. Warum fehlt die Angabe, dass Einkünfte aus Nebenjobs/Studentenjobs mit den Verlustvorträgen des jeweiligen (Studenten-) Steuerjahres automatisch verrechnet werden und nicht erst mit den zu zahlenden Steuern bei Aufnahme einer steuerpflichtigen Tätigkeit nach dem Ende des Studiums? Was nämlich bedeutet, dass jemand der neben dem Studium für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, zu 99% keine Chance auf anrechenbaren Verlustvortrag hat, weil dieser automatisch gegen die Nebentätigkeit verrechnet wird und einfach nichts mehr übrigbleibt, was vorgetragen werden kann. Und das trifft wohl auf die Mehrheit der Studenten zu, die wohl fast alle in irgendeiner Weise arbeiten gehen müssen. Ich möchte nicht wissen wie viele Studenten nach einem Artikel wie oben sich die Mühe machen und das für 7 Jahre rückwirkend einreichen um dann logischerweise eine Ablehnung zu bekommen vom FA.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Für viele Studenten lohnt sich die Einreichung mit Sicherheit. Die Lohnsteuerbescheinigung wird ja in der Erklärung auch mit abgefragt, so dass derjenige immernoch entscheiden kann, ob es sich lohnt.

  • Karina sagt:

    Hallo,

    jetzt bin ich schon verwirrt, ich hab im Jahr 2015 Studiert, hatte aber nur einen 450 € Job, (mehr ging leider nicht mit Kind und alleine)
    Natürlich hatte ich auch Studium bedingt ausgaben… würde es sich nun lohnen?

  • Björn Waide Björn Waide sagt:

    Für Studierende im Zweitstudium (z.B. der Master) lohnt in der Regel der sogenannte Verlustvortrag. So können Sie 2015 entstandene Ausbildungskosten in späteren Jahren, wenn Sie einem lohnsteuerpflichtigen Job nachgehen, nachträglich absetzen.

  • Karina sagt:

    Ah ok,
    ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht und dann Studiert, nun hab ich das Studium abgebrochen und gehe seit 2016 lohnsteuerpflichtig arbeiten.
    Dann kann ich also die Kosten nachträglich absetzten?

  • Björn Waide Björn Waide sagt:

    Sie geben im Jahr der Zweitausbildung Ihre tatsächlich angefallenen Kosten als Werbungskosten an und erhalten dann einen Bescheid über den Verlustvortrag vom Finanzamt. Diesen geben Sie dann in der nächsten Steuererklärung an, in dem Jahr, in dem tatsächlich Steuern gezahlt wurden. Mehr Infos finden Sie hier https://www.smartsteuer.de/blog/2016/11/18/steuern-und-studenten-7-fragen-und-7-antworten/ und in unserem eBook für Studenten: https://www.smartsteuer.de/online/kostenloses-ebook-studenten/

  • Paul Zierep sagt:

    Super Artikel, ich habe seit 2010 studiert und überlege mir jetzt für die letzten 7 jahre einen Verlustvortrag zu erstellen, muss ich dafür für alle diese jahre eine ganze Steuererklärung erstellen inklusive Verlustvortrag ? Ich denke, dass schaffe ich dieses jahr nicht mehr, daher wollte ich nich erkundigen, ob es schon Informationen gibt, wie lange die 7 jahre noch gültig sind und bei welcher quelle man sich darüber erkundigen kann, bin bei rechtsfragen nicht so erfahren. Viele Dank !

  • Paul Zierep sagt:

    Eine Frage hätte ich noch, kann man davon ausgehen, dass sich ein Verlustvortrag auch lohnt, wenn man Bafög erhalten hat ?

  • Sandra sagt:

    Hallo,

    ich mache neben dem Masterstudium Ferienjobs, in denen ich mehr verdiene als ich Ausgaben mache (z.B. 4000€ im Ferienjob, Ausgaben von 3000) und habe keinen Verlustvortrag davor gehabt. Bedeutet dies, dass ich keinen Verlustvortrag erhalten werde, obwohl ich diese Ausgaben während meines Studiums hatte und diese mit meinem Job nichts zu tun haben? Und ich so oder so keine Steuern zahlen müsste? Oder werden diese Ausgaben separat gehandhabt?
    Danke für die Hilfe!

  • Fabi sagt:

    Hallo zusammen,

    Ich habe da mal eine kurze Frage: Ich habe meinen Bachelor von 2010-2014 gemacht und ein halbes Jahr später meinen Master (2015-2016). Da ich beide Abschlüsse im Ausland erlangt habe, sind hier einige Kosten angefallen (Studiengebühren, Miete, Fahrtkosten, etc.). Leider habe ich nie einen Verlustvortrag gemacht, da ich diesbezüglich nicht wirklich informiert wurde (mein Fehler – ich weiß -.-). Da ich seit diesem Jahr berufstätig bin und jetzt zum ersten mal meine Steuer machen werde, stellt sich mir jetzt die Frage, welche Kosten ich in meine Steuererklärung einbringen kann? Ich habe gelesen, dass man Studienkosten bis zu vier Jahre rückwirkend absetzen kann.

    Über eine kurze Aufklärung wäre ich sehr dankbar 🙂

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Für einen Verlustvortrag muss eine Steuererklärung für jedes betreffende Jahr erstellt werden. Momentan ist die Abgabe der letzten 7 Jahre noch möglich.
    Zu weiteren Fragen findest du eventuell unter http://www.steuerfrage.de Hilfe.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    BaFöG ist kein steuerpflichtiges Einkommen und beeinflusst die Steuerberechnung nicht. Du kannst die Berechnung mit smartsteuer ja einfach einmal probieren und
    dann entscheiden, was du machen möchtest.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Generell werden alle Einkünfte und alle berufsbezogenen Ausgaben bei der Steuerberechnung berücksichtigt. Wenn es insgesamt mehr Einnahmen als Werbungskosten gab,
    dann ergibt sich bei der Verrechnung kein Verlust. Du kannst die Berechnung in smartsteuer einmal ausprobieren.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Fabi,
    wahrscheinlich kannst du sogar für 7 Jahre zurückliegend die Steuererklärung erstellen. Hier findest du unseren Blogbeitrag zu den ansetzbaren Kosten.

  • Koray sagt:

    Hallo,

    was ist mit Studenten die 25 Jahre alt sind und die Krankenversicherungen selber zahlen müssen? Können wir dies auch bei der Steuererklärung mit absetzen?

    LG

    Koray

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Koray,
    Beträge, die zur Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden sind in jedem Fall als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung zu berücksichtigen.
    viele Grüße
    Juliane

  • Marilena sagt:

    Hallo,
    eine gute Erklärung, ich verstehe aber nicht ganz was als Zweitsudium gilt. Ich habe ein Jahr Psychologie studiert (2009-2010), dann auf Medizin gewechselt. Gilt das schon als Zweitstudium? Habe auch fast alle Creditpoints im ersten Jahr gemacht falls das wichtig ist…
    Vielen Dank für eine Antwort!
    Marilena

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Marilen,
    laut Gesetz muss eine Erstausbildung mindestens 12 Monate dauern und mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen sein.

  • Kilian sagt:

    Hallo,

    tolle Erklärung! Ich sitze zurzeit an meiner Steuererklärung – kann mir aber keinen Reim auf den Sachverhalt machen: Ich bin das ganze Jahr über als Werkstudent angestellt gewesen, habe in den Semesterferien auch mehr als 20 Std/Woche gearbeitet. Trage ich nun die Werte aus der Lohnsteuerbescheinigung meines Arbeitsgebers in meine Steuersoftware ein (ich bin ja deutlich über dem Freibetrag) erscheint als Ergebnis, dass ich über 400 € nachzahlen muss! Ich habe Eingabe- und Tippfehler mehrach überprüft – auch den Steuerfall noch einmal von vorn begonnen, immer wieder das gleiche Ergebnis. Wie kann das sein, dass ich als arbeitender Student per se nachzahlen muss?

    Meine KV/PV habe ich natürlich selbst jeden Monat gezahlt und diese dann auch in der Steuersoftware angeben. Das hat den Betrag etwas gemindert, jedoch waren immer noch mehrere Hundert Euro nachzuzahlen. Ein Tipp war Zeile 28 auf der Lohnsteuerbescheinigung (Mindestvorsorgepauschale, dort stehen bei mir etwa 2000 €). Doch auch wenn ich diese nicht eintrage, ändert sich nichts… Haben Sie eine Idee?

    Die Semestergebühren kann ich weiterhin als Werbungskosten oder auch Sonderausgaben eintragen. Gibt es da freie Wahl? Wenn ich sie als Letzteres eintrage, wird mehr berücksichtigt. Der fein säubrlich eingetragene Weg zur Arbeit das ganze Jahr über in den Werbungskosten hat dagegen gar nichts am Ergebnis geändert – im Gegensatz zu dem Weg zur Uni, wenn ich ihn in den Sonderausgaben eintrage (alles mit ÖPNV). Durch das Semesterticket dürfte ich doch aber eigentlich keinen Anspruch auf die Entfernungspauschale in diesem Fall haben, oder?

    Fragen über Fragen – Ich hoffe, jemand kann mir helfen…

    Beste Grüße,
    Kilian

  • Julia sagt:

    Hallo,

    ich wäre froh, wenn mir jemand helfen kann. Ich habe für 2015 eine Steuererklärung eingereicht und müsste einen ziemlich hohen Verlustvortrag erreicht haben. Muss ich dafür einen Bescheid erhalten haben oder ist das beim Finanzamt gespeichert?

    Vielen Dank & liebe Grüße
    Julia

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Ja, im Normalfall erhält man dann einen Verlustfeststellungsbescheid auf dem 31.12.2015.
    Die Daten sind natürlich auch gleichzeitig im Finanzamt gespeichert.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Kilian,
    es kann sein, dass die Berechnung eine Nachzahlung ergibt. Das hängt immer von den Einkünften und der schon bezahlten Lohnsteuer ab.
    Die Daten der Lohnsteuerbescheinigung müssen bitte immer so erfasst werden, wie sie abgedruckt sind.

    Ob Semestergebühren Werbungskosten oder Sonderausgaben sind, hängt davon ab, ob du ein Erst- oder ein Zweitstudium. Bei einem Zweitstudium sind
    die Ausgaben Werbungskosten und dürfen dort erfasst werden. Vielleicht hilft dieses ebook weiter.

  • Kilian sagt:

    Hallo Juliane,

    danke für deine Antwort – ich werde mir das eBook mal genauer anschauen, sieht sehr gut aus!

    Schade, dass sich eine Nachzahlung mit den Daten nicht verhindern lässt – trotz selbstgezahlter Krankenversicherung und keinen weiteren Einkünften.

    Vielen Dank für deine Hilfe!

    Beste Grüße,
    Kiliab

  • Knopf sagt:

    Guten Abend! Ich habe 2016 zum ersten Mal richtig gearbeitet. TVöD und ab August eine Ausbildung.
    Von 2011 bis Anfang 2016 habe ich ein Studium gemacht, welches ich nicht abgeschlossen habe. (Erstausbildung)

    Ist es nun trotzdem möglich für die Jahre von 2011 bis 2015 eine Verlustrechnung zu beantragen? Ich war nebenbei immer geringfügig beschäftigt und habe bisher nie eine Steuererklärung gemacht. Ich würde dann zuerst die Verlustrechnung der letzten Jahre beantragen und anschließend meine Lohnsteuer zurückfordern. Geht das oder hätte ich die „Sonderausgaben“ für 2011 nur im Jahre 2012 als Verlust beantragen dürfen?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    momentan werden Kosten für ein Erststudium als Sonderausgaben eingeordnet. Das heißt, dass die Kosten nicht als
    Verlust vorgetragen werden können und die Steuer der nächsten Jahre beeinflussen kann.
    Steuererklärungen müssen nicht unbedingt direkt im nächsten Jahr erledigt werden. Studenten können bis zu 7 Jahre zurück
    abgeben. Normalerweise sind es 4 Jahre zurück, also jetzt im Jahr 2017 kann man die Steuererklärungen von 2013-2016 machen.

  • Emma sagt:

    Hallo,

    ich bin Mutter eines Studenten. Er studiert seit 6 Jahren, schließt in diesem Jahr sein Masterstudium ab, wohnt auswärts und hat einen Minijob, um die Miete zu finanzieren. Für alles andere tragen wir, Eltern, die Kosten. In meiner Steuererklärung trage ich ihn immer ein. Kann mein Sohn trotzdem seine eigene Steuererklärung wegen dem Verlustvortrags abgeben?

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Beste Grüße
    Emma

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    jeder Student kann eine Steuererklärung einreichen. Bei einem Masterstudium handelt es sich um ein Zweitstudium und dafür können die Kosten als Werbungskosten geltend gemacht werden.
    Diese können dann zu einem Verlustvortrag führen, der in späteren Jahren steuerlich nutzbar wäre.

  • Anic sagt:

    Hallo, ich habe 2016 meine Steuern für mein BA Jahr 2012 (ohne Nebenjob) abgegeben.
    Ich habe auch alles in Anlage N eingetragen. Jetzt habe ich nur einen Einkommenssteuerbescheid bekommen. Wo meine Verluste ca.2000 unter Sonderausgaben eingetragen sind.

    Ich habe keinen Verlustfeststellungsbescheid mehr bekommen.

    Was kann ich jetzt machen? Einen Einspruch einlegen? In ihrem E-Book haben sie geschrieben, dass es nicht nötig ist, und das man einen „frei formulierten
    Antrag“ bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung schreiben soll. Das habe ich nicht gemacht.

    Soll ich jetzt in der Frist ein Einspruch einlegen? Oder einfach warten das sich die Gesetzeslage ändert und meine Sonderausgaben als Verlustvortrag anerkannt werden?

    Danke

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo,
    das Finanzamt hat die Kosten offensichtlich nicht als Werbungskosten, sondern als Sonderausgaben angesehen. Das ist nach jetzigen Rechtsstand auch richtig.
    Der Bescheid müsste hinsichtlich der Einordnung der Kosten des Studiums vorläufig ergangen sein. Das bedeutet, wenn das Musterfahren gut ausgeht und die
    Kosten eines Erststudiums auch als Werbungskosten anerkannt werden, wird der Bescheid geändert. Der Vorläufigkeitsvermerk steht in den Erläuterungen des Finanzamts.

  • Mac sagt:

    Hallo leute,
    Bei steueerklärung bekommt man auch die beiträge zur privaten krankenkasse und pflege pflichtversicherung oder mindestvorsorgungepauschale vom finanzamt zurück? Als Student Wohlgemerkt

  • Lionel sagt:

    Hallo ich bin Student und habe im Jahr 2016 12000€ brutto verdient. Zum Teil bei gerinfügiger Beschäftigung (sozialversicherung und steuerfrei) und zum anderen Teil bei einem Ferienjob (dabei 8900€ brutto verdiennt und 1650€ Steuer bezahlt) . Wieviel Steuer kann ich eigentlich zurückholen angenommen dass ich keine Werbungskosten habe und ich kein Bafög bekomme.
    Danke im Voraus.
    Mfg

  • Franziska Zachert Franziska Zachert sagt:

    Hi Lionel, im besten Fall gibst du deine Daten bei smartsteuer ein. Dann weißt du es ganz genau. Kosten fallen ja erst bei der Abgabe der Steuererklärung an das Finanzamt an.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Mac,
    nein, über die Steuererklärung kannst du nur eine Erstattung der schon gezahlten Steuer erreichen oder
    eben einen Verlustvortrag, der in den späteren Jahren, wo du Steuern zahlen müsstest, genutzt werden kann.

  • Sarah sagt:

    Hallo, ich bin Studentin (Drittstudium wenn man so will) und hab 2016 5335€ Einkommen (ohne Steuern zu zahlen) gehabt. Durch das Studium hatte ich jedoch Ausgaben von 7500€. Mach ich da jetzt einen Verlustvortrag? 2015 hab ich das gemacht und da wurden mir die Werbungskosten von dem Jahresbruttogehalt abgezogen, sodass am Ende -3669€ stand. Ist das so richtig?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Sarah,
    bei einen Studium, das kein Erststudium ist, sind die Kosten Werbungskosten. Diese werden gegen die Einkünfte gerechnet.
    Insofern klingt die Berechnung schlüssig.

  • Margarete sagt:

    Hallo,

    ich habe von 2007 bis 2010 eine Ausbildung gemacht und auch abgeschlossen. Danach habe ich bis September 2013 in dem Beruf gearbeitet. Im Oktober 2013 habe ich ein Studium begonnen. Ab August 2014 habe ich neben dem Studium regelmäßig gearbeitet.
    Ich muss gestehen, dass ich noch nie eine Steuererklärung gemacht habe.
    Ist es sinnvoll dies noch nachzuholen – und wenn ja, für welche Jahre?

    Vielen Dank für die Hilfe!!

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Margarete,
    leider gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort. Du kannst aber smartsteuer nutzen, um dir ausrechnen zu lassen, ob du eine Erstattung erhalten würdest.
    Momentan sind die Jahre 2013-2016 mit smartsteuer absendbar.

  • Marvin H. sagt:

    Hallo, ich bin Student im Masterstudiengang.
    Mein Studium wird dankenswerterweise von meinen Eltern finanziert. Sie machen die gezahlten Aufwendungen bei ihrer Steuererklärung als „Unterhalt bedürftiger Personen“ geltend.

    Kann ich in meiner eigenen Steuererklärung zusätzlich einen Verlustvortrag geltend machen (wenn das Geld von meinen Eltern im Rahmen des „Unterhaltes bedürftiger Personen“ vom Finanzamt bereits für meine Eltern begünstigend berücksichtigt wurde)?

    Vielen Dank!

  • Fabian sagt:

    Hallo, wenn ich einen besonders hohen Verlustvortrag z.b. 100.000 Euro angehäuft habe während des Studiums, kann dieser dann auch Jahr für Jahr berücktichtig und abgetragen werden?

    Also z.b. bei einem Verdienst im 1. Berufsjahr von 20.000 Euro, sodass dann 80.000€ übrig bleiben und diese 80.00€ wieder mit einem Verdienst im Folgejahr von 20.000 Euro abegtragen werden, dann 60.000€ übrig bleiben usw..?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der Verlust wird immer mit den positiven Einkünften des Vortragsjahres verrechnet.
    Wenn noch ein Rest übrig bleibt, wird dieser erneut festgestellt und kann dann weiter vorgetragen werden.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Grundsätzlich können nur Aufwendungen als Werbungskosten geltend gemacht werden, die du auch selbst getragen hast.
    Dieselben Kosten können nicht zweimal berücksichtigt werden.

  • Jan sagt:

    Hi!

    ich habe im letzten Jahr rückwirkend meine Steuererklärungen 2012 und 2013 abgegeben (in den Jahren noch im Bachelor) und dort KEINEN Verlustvortrag aufgebaut.

    Nun möchte ich dieses Jahr die Erklärungen 2014, 2015 und 2016 machen und hier wird es für mich bzgl. der Verlustvortrags interessant, weil ich im Master ein Auslandssemester gemacht habe und ggf. noch weitere Sachen angeben kann. Im Jahr 2016 habe ich das erste Mal (nennenswertes) Einkommen gehabt (erster Job nach der Uni).

    Am liebsten würde ich alle drei Steuererklärungen gleichzeitig (bzw. direkt nacheinander) ausfüllen und abschicken (damit ich alles erledigt habe). Nun meine Frage: inwiefern ist es möglich, ohne genau zu wissen (bzw. den Bescheid über den Verlustvortrag schon zu haben), WIE HOCH der Verlustvortrag tatsächlich ist, diesen durch die Jahre mitzunehmen, sodass ich ihn für das relevante Steuerjahr (2016) dann nutzen kann? Kann ich das Feld z.B. einfach leer lassen und das Finanzamt berechnet das jeweils selber auf Basis der vorhergehenden Steuererklärungen und übernimmt es automatisch in die des Folgejahres?

    Ich hoffe, ich konnte mein Problem hinreichend erklären. Vielen Dank! 🙂

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Jan,
    der Verlustvortrag wird aufgrund des in der Steuererklärung errechneten Verlustes vom Finanzamt in einem Verlustfeststellungsbescheid festgestellt. Dieser Betrag kann
    dann als Verlustvortrag in den nächsten Jahren genutzt werden.
    Werden die Erklärungen gleichzeitig eingereicht, ist hoffentlich der Sachbearbeiter so nett und trägt den Verlust jeweils vor.

  • Oliver Paolucci sagt:

    Hallo Juliane ich habe Aktien an meinen Bruder übertragen die Wertlos sind ,dabei einen Fehler gemacht so das die Bank die Aktien als verkauft bewertet hat ,jedoch keinen Aktienkurs ermitteln konnte da die Aktie nirgends mehr gehandelt wird ,dann hat die Bank der Aktie einen Pauschalwert gegeben ,dieser ist genauso hoch wie der Einkaufspreis ca xxxxx Euro ,darauf hin hat die Bank xxxx Euro Kapitalertragssteuer meinem Verlustrechnungstopf abgezogen. Als ich die Bank gebeten habe dies zu stornieren haben die abgelehnt ,ich solle das beim Finanzamt einreichen unter der Kap . Ist dies möglich und wie wird das verrechnet ?

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Oliver,
    du kannst du Daten in deiner Steuererklärung eintragen.
    Gern kann der Support dann nochmal schauen, ob die Verrechnung richtig funktioniert hat.

  • Frederieke sagt:

    Hallo,

    woran liegt es, dass ich bei ihrer Software keinen Verlustvortrag für das Jahr 2013 eintragen kann?
    Ich würde gerne meine Studiengebühren mit meiner ersten Steuererklärung einreichen. Also für 2013-2016 und ab April 16 eine lohnsteuerpflichtige Beschäftigung.

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Hallo Frederieke,
    für das Jahr 2013 hatten wir die Funktion für den Verlustvortrag noch nicht.
    Wenn in der Steuererklärung 2013 ein Verlust errechnet wird, erhälst du automatisch einen Verlustfeststellungs-Bescheid.
    Der Verlust kann dann auf die nächsten Jahre vorgetragen werden.

  • Benjamin sagt:

    Hi,
    super Artikel, vielen Dank dafür!

    In meinem Fall habe ich im Zweitstudium 2016 aufgrund von Einkünften aus einem bezahlten Praktikum eine Steuererklärung anfertigen müssen. Die gezahlten Steuern habe ich nach der Erklärung komplett zurückerstattet bekommen.
    Kann ich trotzdem nachträglich für das Jahr 2015 eine Steuererklärung machen und den Verlust auf das Jahr 2017 übertragen lassen?
    Oder ist durch die Steuererklärung mit Rückerstattung der gezahlten Steuern von 2016 alles was davor war nicht mehr anrechnungsfähig?

  • Christiane sagt:

    Hallo,

    ich habe als Werkstudent 8.900 Euro verdient, liege also knapp unter dem Steuergrundfreibetrag, aber ohne Berücksichtigung aller Werbungskosten. Ich habe Studiengebühren von ca. 6.000 Euro plus Ausgaben für Fahrten zur Uni, Materialien und Fahrten zur Arbeit in Höhe von 3.000€. In welcher Höhe kann ich denn genau einen Verlustvortrag geltend machen? Würde ich bei 9.000 Euro Werbungskosten dann einen Verlustvortrag von 100€ haben oder würden die gesamten 9.000€ für das Studium berücksichtigt werden, da ich ja unter dem Steuergrundfreibetrag liege? Habe ich es richtig verstanden, dass 450€ Jobs bei der Ermittlung des Verlustvortrags keine Berücksichtigung finden, Einnahmen in Höhe von 600€ dann aber voll angesetzt werden? Das ist dann ja wirklich für 99% der Studenten total unfair, wie soll man denn nur im Minus leben mehrere Jahre, es kann doch nicht davon ausgegangen werden, dass Eltern einem ALLES bezahlen… Danke! LG Christiane

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Der Verlust kann in deiner Steuererklärung ausgerechnet werden.
    Grundsätzlich werden die Einnahmen mit den Werbungskosten verrechnet und der Rest als Verlust vorgetragen.

  • wolle123 sagt:

    Ich habe durchgängig neben dem Studium auf 450€-Basis gearbeitet – also jedes Jahr Einnahmen i.H.V. 4900€. Der Minijob wurde nicht versteuert. Wird er nun für den Verlustvortrag angerechnet oder nicht – ich lese überall unterschiedliche Aussagen? Ich habe vermutlich durchschnittliche Jahres-Werbungskosten i.H.v. 2000€. Wenn mir die 4.900€ aber darauf angerechnet werden würden, bräuchte ich mir ja nicht die Mühe einer Verlustfeststellung zu machen. DANKE!

  • Juliane Bunte Juliane Bunte sagt:

    Ein pauschal versteuerter MiniJob wird in der Steuererklärung nicht angegeben und demnach auch nicht angerechnet.


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