Hundesteuer: So zahlen und sparen Hundehalter Steuern
Du hast einen Hund oder möchtest einen Vierbeiner bei Dir aufnehmen? Der Hund ist eines der beliebtesten Haustiere und bringt ohne Frage, Freude und Bewegung in den Alltag. Doch vor der Anschaffung solltest Du neben Futter, Tierarzt und Haftpflichtversicherung auch die Hundesteuer auf dem Schirm haben. Wie hoch sie ist, hängt nämlich davon ab, wo Du wohnst. Denn die Hundesteuer wird von den Städten und Gemeinden festgelegt.
Besonders interessant: Für Hunde aus dem Tierschutz gibt es in einigen Regionen eine Hundesteuerbefreiung. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du dadurch mehrere Jahre lang von der Steuer befreit sein. Ein Blick ins Tierheim lohnt sich also auch für die Steuer.
Doch warum gibt es die Hundesteuer überhaupt? Wie viel musst Du zahlen? Und wann kannst Du eine Befreiung beantragen?
Was ist die Hundesteuer?
Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer auf die Haltung eines Hundes. Das bedeutet: Nicht der Bund legt einen einheitlichen Steuersatz fest. Stattdessen bestimmen Städte und Gemeinden selbst, ob und in welcher Höhe sie Hundesteuer erheben.
Deshalb kann die Hundesteuer je nach Wohnort unterschiedlich hoch ausfallen. Auch bei mehreren Hunden kann sich der Betrag verändern. Häufig kostet der zweite oder dritte Hund mehr als der erste.
Die Hundesteuer ist eine sogenannte Aufwandsteuer. Du zahlst sie also nicht als direkte Gegenleistung für eine bestimmte Leistung der Stadt. Die Einnahmen fließen grundsätzlich in den kommunalen Haushalt.
Wie hoch ist die Hundesteuer?
Eine pauschale Antwort auf die Frage „Wie viel Hundesteuer muss ich zahlen?“ gibt es nicht. Die Höhe hängt von Deiner Stadt oder Gemeinde ab.
In vielen Kommunen liegt die Steuer für einen Hund im Bereich von einigen Dutzend bis mehreren hundert Euro pro Jahr. Bei mehreren Hunden kann der Betrag entsprechend steigen.
Auch für bestimmte Hunde können besondere Steuersätze gelten. Das betrifft beispielsweise sogenannte gefährliche Hunde oder bestimmte Hunderassen – je nach den Regelungen vor Ort.
Beispiel: Hundesteuer in Berlin
In Berlin beträgt die Hundesteuer derzeit 120 € pro Jahr für den ersten Hund. Für jeden weiteren Hund werden 180 € pro Jahr fällig.
Das zeigt: Schon innerhalb Deutschlands können sich die Kosten deutlich unterscheiden. Wenn Du wissen möchtest, wie hoch die Hundesteuer bei Dir ist, solltest Du deshalb immer die Regelungen Deiner Stadt oder Gemeinde prüfen.
Warum gibt es die Hundesteuer?
Die Hundesteuer ist keine neue Erfindung. Ihre Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück.
In Deutschland wurde sie unter anderem als sogenannte Luxussteuer eingeführt. Die Idee dahinter: Wer sich die Haltung eines Hundes leisten konnte, sollte dafür eine zusätzliche Abgabe zahlen.
Später kamen weitere Gründe hinzu. Die Steuer sollte unter anderem dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen und die Haltung von Hunden stärker zu regulieren.
Heute ist die Hundesteuer vor allem eine kommunale Aufwandsteuer. Sie gehört damit zu den Einnahmen der Städte und Gemeinden.
Was passiert mit der Hundesteuer?
Vielleicht fragst Du Dich: „Wenn ich Hundesteuer zahle, wird das Geld dann für Hundewiesen, Hundekotbeutel oder die Reinigung von Straßen verwendet?“
Nicht unmittelbar.
Die Hundesteuer ist keine Gebühr. Du zahlst also nicht für eine bestimmte Leistung rund um Deinen Hund. Die Einnahmen werden vielmehr Teil des allgemeinen kommunalen Haushalts und können für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden.
Gibt es eine Hundesteuerbefreiung?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du von der Hundesteuer befreit werden oder eine Ermäßigung erhalten.
Welche Regelungen gelten, hängt allerdings von Deiner Stadt oder Gemeinde ab. Häufig gibt es beispielsweise besondere Regelungen für:
- Blindenführhunde
- Assistenzhunde
- Rettungs- und Schutzhunde
- Hunde mit bestimmten Aufgaben
- Hunde aus Tierheimen oder Tierschutzeinrichtungen
Wichtig: Eine Hundesteuerbefreiung gilt nicht automatisch überall in Deutschland. Entscheidend ist die Hundesteuersatzung Deiner Kommune.
Hundesteuerbefreiung für Tierschutzhunde: Wo gibt es sie?
Du möchtest einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause geben? Dann kann sich ein Blick auf die Hundesteuer besonders lohnen.
In einigen Städten und Gemeinden gibt es eine Hundesteuerbefreiung für Hunde aus Tierheimen oder Tierschutzeinrichtungen. Die Voraussetzungen und die Dauer der Befreiung können allerdings unterschiedlich sein.
Ein Beispiel ist Berlin: Dort können Hunde, die aus einem Tierheim, Tierasyl oder einer ähnlichen Einrichtung des Tierschutzes aufgenommen wurden, für fünf Kalenderjahre von der Hundesteuer befreit werden.
Das kann bei der Entscheidung für einen Tierschutzhund finanziell durchaus einen Unterschied machen.
Wichtig: Die Befreiung gilt nicht überall
Wenn Du einen Hund aus dem Tierschutz adoptierst, solltest Du deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass Du keine Hundesteuer zahlen musst.
Informiere Dich bei Deiner Stadt oder Gemeinde:
- Gibt es eine Hundesteuerbefreiung für Tierschutzhunde?
- Welche Voraussetzungen musst Du erfüllen?
- Wie lange gilt die Befreiung?
- Welche Nachweise musst Du einreichen?
- Musst Du die Befreiung selbst beantragen?
Oft brauchst Du beispielsweise einen Nachweis darüber, woher Dein Hund stammt. Ein Übernahmevertrag des Tierheims kann dabei wichtig sein.
Muss ich meinen Hund anmelden?
Ja. Wenn Du einen Hund hältst, musst Du ihn in der Regel bei Deiner Stadt oder Gemeinde anmelden. Die genauen Fristen und das Verfahren unterscheiden sich je nach Wohnort.
Nach der Anmeldung erhältst Du in vielen Kommunen eine Hundesteuermarke. Auch hier gelten die jeweiligen örtlichen Vorschriften.
Wenn Du umziehst oder sich etwas an Deiner Hundehaltung ändert, solltest Du ebenfalls prüfen, ob Du die zuständige Behörde informieren musst.
Kann man die Hundesteuer von der Steuer absetzen?
Für die meisten privaten Hundehalter gilt: Die normale Hundesteuer kannst Du nicht einfach als Werbungskosten oder Sonderausgaben in Deiner Steuererklärung absetzen.
Anders kann es aussehen, wenn ein Hund aus beruflichen Gründen gehalten wird und bestimmte steuerliche Voraussetzungen erfüllt sind. Das betrifft beispielsweise Hunde, die beruflich eingesetzt werden.
Für einen normalen Familienhund gibt es dagegen grundsätzlich keinen eigenen Steuerabzug.
Häufige Fragen zur Hundesteuer
Wie viel kostet die Hundesteuer?
Die Höhe der Hundesteuer wird von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde festgelegt. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Betrag für ganz Deutschland.
Wer muss Hundesteuer zahlen?
Grundsätzlich müssen Hundehalter für ihren Hund auch Hundesteuer zahlen, sofern die jeweilige Kommune eine Hundesteuer erhebt und keine Befreiung oder Ermäßigung greift.
Gibt es eine Hundesteuer für den zweiten Hund?
Ja, in vielen Kommunen ist die Hundesteuer für einen zweiten oder weiteren Hund höher als für den ersten Hund. Wie viel Du zahlen musst, hängt von Deiner Gemeinde ab.
Sind Tierschutzhunde von der Hundesteuer befreit?
Nicht automatisch. Einige Städte und Gemeinden bieten eine Hundesteuerbefreiung für Hunde aus Tierheimen oder Tierschutzeinrichtungen an. Die Voraussetzungen und die Dauer der Befreiung unterscheiden sich.
Wie kann ich die Hundesteuerbefreiung beantragen?
Wenn Deine Gemeinde eine Befreiung vorsieht, musst Du sie in der Regel bei der zuständigen Behörde beantragen und entsprechende Nachweise einreichen. Welche Unterlagen erforderlich sind, erfährst Du bei Deiner Stadt oder Gemeinde.
Fazit: Bei der Hundesteuer lohnt sich ein genauer Blick
Die Hundesteuer gehört zu den laufenden Kosten, die Du bei der Hundehaltung einplanen solltest. Wie hoch die Hundesteuer ist, hängt von Deinem Wohnort ab. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Hundesteuersatzung Deiner Stadt oder Gemeinde.
Wenn Du einen Hund aus dem Tierschutz adoptierst, solltest Du außerdem prüfen, ob es bei Dir eine Hundesteuerbefreiung für Tierschutzhunde gibt. In einigen Regionen kannst Du dadurch für einen bestimmten Zeitraum von der Steuer befreit werden.
Und auch sonst gilt bei Steuern: Es lohnt sich, die eigenen Möglichkeiten zu kennen.
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