Jetzt rückwirkend Steuererklärung machen – und 4 x Erstattung sichern!
Wer regelmäßig eine Steuererklärung macht, der weiß um den finanziellen Segen einer Steuererstattung vom Finanzamt. Doch viele lassen sich diese Chance entgehen – oft nur aufgrund eines Missverständnisses! Die Wahrheit ist: Wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, muss das gar nicht im selben Jahr erledigen. Du kannst die Steuererklärung bis zu 4 Jahre nachträglich abgeben! (Pst, für die Steuererklärung von 2022 ist die Frist der 31. Dezember 2026!) Wie Du die Steuererklärung rückwirkend abgibst, erklären wir Dir in diesem Artikel.
Warum freiwillig eine Steuererklärung rückwirkend abgeben?
Keine Sorge, auch wenn Du gerade erst anfängst dich mit dem Thema „Steuererklärung“ zu beschäftigen und jetzt merkst, wie viel Geld Dir möglicherweise in den letzten Jahren durch die Lappen gegangen ist. Das kannst Du jetzt wieder reinholen! Denn wer freiwillig eine Steuerklärung abgibt, hat dafür tatsächlich viel länger Zeit als Verpflichtete. Doch jetzt mag der eine oder andere sagen: Das ist doch auch viel Papierkram, lohnt sich das denn? Es mag auf den ersten Blick wie zusätzlicher Aufwand erscheinen, doch die freiwillige Abgabe der Steuererklärung kann durchaus einiges an Geld in die eigene Kasse zurück spülen – mit nur rund einer Stunde Arbeitszeit.
Warum müssen manche Menschen eigentlich keine Steuererklärung machen?
Der Staat geht davon aus, dass bei denjenigen, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind, bereits genug Steuern über die Lohnsteuer abgeführt wurden. Es gibt also hier für den Fiskus einfach nicht mehr viel zu holen. Für Steuerzahlende sieht das andererseits schon wieder ganz anders aus! Viele übersehen nämlich, dass sie jährlich Geld verschenken, da sie auf potenzielle Steuererstattungen verzichten.
Wann lohnt sich die rückwirkende Abgabe wirklich?
Es gibt viele Situationen, in denen sich eine rückwirkende Steuererklärung lohnen kann, zum Beispiel wenn Du Werbungskosten über 1.230 € hattest, hohe Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen zu verzeichnen waren oder Deine Steuerklasse sich geändert hat. Auch diverse Ausgaben wie beispielsweise eine Kinderbetreuung, eine Haushaltshilfe oder Handwerksleistungen lassen sich möglicherweise von der eigenen Steuer absetzen. So kannst Du Dir schon gezahltes Geld zurückholen.
Exkurs: Wer muss eine Steuererklärung abgeben und wer nicht?
Die freiwillige Abgabe der Steuererklärung nennt sich übrigens Antragsveranlagung. Und die Abgabepflicht für die Steuererklärung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel sind Personen, die Kurzarbeitergeld über 410 € im Jahr erhalten, zur Abgabe verpflichtet. Ebenso gibt es Pflichten für Ehepaare mit bestimmten Steuerklassen, Personen mit mehreren Arbeitgebenden oder Lohnersatzleistungen. Freiwillig abgeben kann, wer keine dieser Bedingungen erfüllt – zum Beispiel ledige Arbeitnehmende in Steuerklasse 1 oder verheiratete Angestellte in Steuerklasse 4/4 ohne weitere Einkünfte.
Ob Du verpflichtet bist, eine Steuererklärung abzugeben, ist hier zu lesen: Wer muss 2026 eine Steuererklärung machen?
Vorteile der freiwilligen Abgabe einer Steuererklärung
Wer nicht verpflichtet ist, eine Erklärung über die eigenen Steuern beim Finanzamt abzugeben, genießt tatsächlich einige Vorteile.
- Vierjahresfrist: Du kannst Deine Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Das bedeutet, Du hast bis zum Ende des vierten Jahres nach dem betreffenden Steuerjahr Zeit.
- Geldzurückgarantie: Sollte wider Erwarten eine Nachzahlung fällig werden, kannst Du die Steuererklärung innerhalb eines Monats zurückziehen, ohne dass Dir irgendwelche Nachteile entstehen.
- Zinsen: Für rückwirkende Steuererstattungen kannst Du sogar Zinsen erhalten, wenn das entsprechende Steuerjahr mindestens 15 Monate zurückliegt. Das wäre für das Steuerjahr 2024 ja nun schon der Fall.
Freiwillige Abgabe – ein einfacher Prozess
Dank moderner Online-Steuererklärungsdienste wie smartsteuer ist die Abgabe Deiner Steuererklärung ganz einfach und ohne Vorwissen möglich. Du kannst im Voraus sehen, ob und wie viel Du erstattet bekommst und entscheidest selbst, ob Du die Erklärung tatsächlich beim Finanzamt einreichen möchtest. Wer schon vorab alle wichtigen Unterlagen aus dem entsprechenden Steuerjahr beisammen hat, braucht dafür pro Jahr nicht einmal 60 Minuten! Die Datenübernahme aus dem Vorjahr erspart Dir ab der zweiten Steuererklärung dann noch einmal deutlich mehr Zeit und eine Menge Tipparbeit.
Wenn Du schon jetzt checken willst, was Du eventuell von Deiner eigenen Steuerlast abziehen kannst, kannst Du dafür auch ganz einfach unseren Steuerrechner nutzen.
Was bedeutet das konkret für mich?
Sind wir mal ehrlich: Es lohnt sich für fast jeden, eine Steuererklärung zu machen – auch rückwirkend. Die freiwillige Abgabe der Steuererklärung bietet die Möglichkeit, Geld zurückzubekommen, das Dir zusteht. Nutze diese Chance und verpasse nicht die Gelegenheit, sich diesen finanziellen Puffer zu holen. Wie wäre es zum Beispiel an den ruhigen Weihnachtsfeiertagen? Hier kommst Du zur Auswahl der Steuerjahre.