01.05.2016 · smart arbeiten ·

re:publica 2016: 5 Tipps für die Digitalkonferenz

Ahoi in die virtuelle Sphäre! Schon wieder ein Sonntag und schon wieder wirft die kommende Woche prachtvolle Schatten voraus. Denn auch wenn ich finde, dass bewusste Offline-Etappen genauso in die Tagesplanung gehören wie ein deftiges Mittagessen, erfreue ich mich als Blog-Kapitän natürlich an digitalen Neuerungen und spannenden Events rund um das Web. Morgen nun startet in Berlin zum zehnten Mal die re:publica – die große jährliche Internetkonferenz, bei der seit 2007 die digitale Szene zusammenkommt, um drei Tage lang den neuesten Stand der Netzwelt zu diskutieren.

Wer von euch meine bisherige Butterfahrt bei smartsteuer verfolgt hat, ist den anderen in Sachen professioneller Messebesuch vielleicht schon eine Schiffslänge voraus – schließlich habe ich pünktlich zur CeBIT bereits ein paar Tipps verraten, mit denen ihr für einen langen Messetag optimal gewappnet seid. Falls ihr also plant, auch der re:publica 2016 einen Besuch abzustatten, lege ich euch diesen Artikel noch einmal ans Herz. Um jedoch den Anforderungen einer Digitalmesse noch ein bisschen besser gerecht zu werden, habe ich heute noch einmal fünf zusätzliche Ratschläge für euch. Auf geht‘s!

re:publica – Die Digitalkonferenz

Was 2007 mit etwa 700 Teilnehmern begann, hat sich in den vergangenen zehn Jahren ziemlich genau auf das Zehnfache vergrößert. Anfangs versammelten sich auf der re:publica vor allem die deutsche Bloggerszene, heute ist die Konferenz internationale Anlaufstelle für Digital-Experten aus allen denkbaren Bereichen, also Marketing, Journalismus, Social Media, Technologie, Kultur, Wissenschaft,  Netzpolitik und Co. Eine bunte und verhältnismäßig junge Besucherstruktur, die sich durch ihre alltägliche und leidenschaftliche Beschäftigung mit den Möglichkeiten und Grenzen des World Wide Web auszeichnet. Auf den verschiedenen Bühnen geben sich hochkarätige Speaker aus der ganzen Welt das Mikro in die Hand – im letzten Jahr waren es ganze 850 namhafte Redner aus 60 Nationen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Austragungsort des Netzfestivals ist die STATION Berlin, ein ehemaliger Postbahnhof in Kreuzberg. Hier findet seit einigen Jahren zeitgleich auch die media convention berlin statt, ein gewaltiger Medienkongress, der dem Austausch zwischen Medienmachern, Internet-Profis und wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern dient. So sollen Marktentwicklungen und die damit einhergehenden Herausforderungen transparenter gemacht und besser eingeschätzt werden. Einer der Agenda-Höhepunkte in diesem Jahr: Ein Gesprächs-Panel mit dem Whistleblower Edward Snowden, der aus seinem russischen Asyl live zugeschaltet wird. Seit 2015 gibt es ein Kombiticket für beide Veranstaltungen.

Netwerken, netzwerken, netzwerken

Auch wenn die angebotenen Vorträge und Diskussionsrunden wirklich vom Feinsten sind: Der wichtigste Aspekt einer Digitalkonferenz ist zweifelsohne das Austauschen und Kennenlernen. Ja, auch bei anderen Messen spielt der Netzwerkcharakter eine entscheidende Rolle – aber in keinem Bereich ist das Kontakteknüpfen wohl so bedeutend wie im digitalen. Im zentralen Messegang schlägt man bei einer Limo mit alten Bekannten ein, kommt zufällig mit den Umstehenden oder total absichtlich mit potentiellen Geschäftspartnern ins Gespräch. Man mag es kaum glauben, aber das Beste am Digital-Event ist im Grunde das Analoge. Der Grund ist einfach: Vitamin B ist heutzutage erwiesenermaßen der wirksamste Antriebsstoff für die berufliche Weiterentwicklung. So konnten beispielsweise Forscher am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belegen, dass etwa 40 Prozent aller offenen Stellen über bereits bestehende Beziehungen besetzt werden. Damit steht Networking ganz klar auf dem Spitzenplatz der erfolgsversprechenden Strategien bei der Jobsuche. Wer sich also allein auf den Werdegang und eine perfekte Bewerbung verlässt, hat besonders in der Online-Branche eher maue Karten. Die gute Nachricht aber: Mit ein paar einfachen Tipps gelingt das Kontakteknüpfen garantiert! Kurz vor der re:publica hab ich euch hier mal meine fünf besten Ratschläge aufgeschrieben.

5 Tipps fürs Netzwerken auf der Digitalkonferenz:

  1.  Das bestehende Netzwerk mobilisieren
    Besonders als Freelancer oder Kopf der Digitalabteilung eines Unternehmens steht man möglicherweise vor einem Solo-Ausflug auf die re:publica. Viel schöner ist es doch aber, zum Beispiel über einen Aufruf in den sozialen Netzwerken abzuklopfen, wer aus dem brancheninternen Freundes- oder Bekanntenkreis das Gleiche plant. So können direkt Verabredungen getroffen und bestehende berufliche Beziehungen aufgefrischt und intensiviert werden. Wer jedoch immer nur in der Gruppe unterwegs ist, verliert leicht den Blick für das Drumherum. Besser also, sich zwischendurch auch einmal loszueisen und Punkt zwei auf eigene Faust in Angriff zu nehmen.
  1. Programmpunkte als Kontaktbörse nutzen
    Genau wie man vor jeder Messe die Aussteller studiert, ist es hier ratsam, sich über die angebotenen Vorträge und Diskussionsrunden zu informieren und einen groben Tagesplan abzustecken. Ein paar wenige Termine, die euch auch in beruflicher Hinsicht besonders interessieren oder ein spannendes Publikum versprechen, solltet ihr auf jeden Fall wahrnehmen – möglicherweise ergeben sich im Anschluss vielversprechende Gespräche mit anderen Teilnehmern oder den Speakern selbst. Eine kleine, themenzentrierte Kontaktbörse innerhalb der großen also. Die kostenlose App zur Konferenz hilft euch mit Erinnerungen bei der Koordination und Zeitplanung vor Ort.
  1. Side-Events wahrnehmen
    Wenn sich schon eine ganze Szene zur selben Zeit an einem Ort versammelt, ist das natürlich Anlass genug, auch abseits des eigentlichen Event-Plans ein paar attraktive Veranstaltungen anzusetzen. Wie bei jeder größeren Messe gibt es deshalb auch rund um die re:publica ein mehr oder weniger inoffizielles Rahmenprogramm, zu dem einem teilweise das Konferenzticket, manchmal aber auch nur eine gewisse berufliche Stellung oder eben Vitamin B Zutritt verschafft. Von Fach-Meeting bis Feierei ist meist alles Mögliche dabei, empfehlenswert sind aber auch hier natürlich spezielle Netzwerk-Events wie beispielsweise die CampBar am Montagabend. Ab 18 Uhr gibt’s dort Getränke und entspannte Unterhaltungen – und das sogar auf dem Konferenzgelände.
  1. Equipment einpacken
    Natürlich für alte Online-Hasen sowieso ein Selbstgänger, aber gerade deshalb umso ärgerlicher, wenn man mal doch nicht dran gedacht hat. Besonders auf einer Digitalkonferenz müssen bestimmte Gadgets eben einfach ins Handgepäck. Und das sind neben Visitenkarten, Laptop, Smartphone, allen nötigen Kabeln und Steckern natürlich auch unbedingt mobile Akkus, falls grad mal keine Steckdose frei sein sollte. Wer zu seinem Glück noch etwas mehr technische Spielerei braucht, der kann vorab ein paar besondere Filter in der Foto-App installieren oder auch seine eigene Drohne zum Event mitbringen, um die perfekten Aufnahmen einzufangen.
  1. Online-Präsenz zeigen
    Und was machen wir dann bestenfalls mit unseren Schnappschüssen und professionellen Aufnahmen? Klar, wir schicken sie direkt an den Ort, um den sich hier alles dreht: das Internet mit seinen weltweit florierenden Social Networks. Bei Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat & Co. demonstrieren wir unsere analoge Anwesenheit beim Digitalkongress ganz nebenbei auch online in Echtzeit. Besonders wichtig natürlich: alte Kontakte verlinken, neue hinzufügen und selbstredend immer die wichtigsten Hashtags zu den Veranstaltungen nutzen: #rpTEN und #MCB16.


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