24.08.2016 · smart leben ·

Cool bleiben: 10 Anti-Hitze-Tipps fürs Büro

Uiuiui, was hatten wir nicht eine Affenhitze in den letzte Tagen! Besonders, wenn die Luft reglos steht und es so schwül ist wie an der Karibikküste, kriegt man doch keinen geraden Gedanken mehr gefasst. Oder wie geht’s euch? Bei gefühlten 40 Grad im Schatten streikt auch ein Kapitänskörper irgendwann. Und gerät der Kreislauf aus dem Ruder, war’s das auch mit der Konzentration. Gähn! Was tun also, wenn man den Tag im Büro trotz hochsommerlicher Temperaturen erfolgreich über die Bühne bringen muss, während alles klebt und der Schweiß in die Tastatur tröpfelt? Einfach laut „Hitzefrei!“ rufen und zum See fahren? Eine herrliche Vorstellung – kann aber unter Umständen den Job kosten.

Welche Rechte hat der Arbeitnehmer?

Bevor man selbst wärmebedingt auf den Arbeitstag pfeifen darf, muss der Chef nämlich Zeit gehabt haben, die Bedingungen im Büro so erträglich wie möglich zu gestalten. Es steht ihm auch frei, den Arbeitsplatz an einen kühleren Ort zu verlegen oder einen Tag im Home-Office zu erlauben. Doch von welchen Temperaturen reden wir hier eigentlich? Klettert das Büro-Thermometer im Sommer auf über 30 Grad, soll der Arbeitgeber aktiv werden. Um die Angestellten nun gesundheitlich und motivationsmäßig auf Kurs zu halten, muss er kostenlose Getränke bereitstellen, seine Mitarbeiter mit Rollos vor der Sonne abschirmen, die Klimaanlage anwerfen oder die Kleiderordnung ausnahmsweise lockern. Bei besonderen körperlichen Einschränkungen können Angestellte sich an allzu heißen Tagen auch freistellen lassen – das gilt auch für Schwangere und stillende Mütter. Steigt die Hitze im Büro jedoch auf über 35 Grad und ist daran auch mit jeder denkbaren Kühlmaßnahme nichts zu rütteln, dürfen Mitarbeiter laut Gesetz die Arbeit verweigern. Müsst ihr gerade trotz Tropenklima den Schreibtisch hüten? Dann hab ich für euch genau das Richtige in petto:

10 Anti-Hitze-Tipps für einen kühlen Kopf

 

  1. Angepasste Bürozeiten

Falls es in eure Unternehmen erlaubt ist, macht von der Gleitzeit Gebrauch und verschiebt eure Anwesenheitspflicht bestmöglich auf die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden. So müsst ihr nicht bei Höchsttemperaturen im Büro schmoren und erledigt euren Job bei klarem Verstand – ein Argument für den Chef! Zusätzliche Pausen und Meetings im Freien unterstützen den Workflow.

  1. Sinnvoll lüften

Bei akutem Hitzestau im Büro ist die Versuchung groß, einfach alle Fenster aufzureißen – leider ist das zwischen Mittag und Feierabend eher kontraproduktiv. Besser, am vergleichsweise kühlen Morgen gut durchzulüften und die Sonne für den restlichen Tag mit Jalousien und Gardinen auszusperren. Um Erkältungswellen zu vermeiden, sollten Klimaanlagen nicht zu kalt eingestellt werden.

  1. Durchpusten lassen

Ein Bürosommer ohne Klimaanlage ist hart, aber auch mit handelsüblichen Ventilatoren lässt sich die Hitzeepisode ganz passabel überstehen. Packt euch am besten zusätzlich einen privaten Fächer oder Mini-Ventilator in die Tasche, falls der kühle Luftstrom nicht so recht an eurem Platz ankommen will.

  1. Wärmequellen abschalten

Ohne Computer und technisches Equipment geht zwar in der Regel gar nichts, leider geben die schlauen Dinger aber auch massig Wärme ab und treiben die Büro-Temperatur so zusätzlich in die Höhe. Also: ausschalten, was nicht zwingend den ganzen Tag lang gebraucht wird – zum Beispiel Fax, Drucker oder Kopiergerät. Auch in der Mittagspause sollte man den Rechner besser runterfahren.

  1. Leichte Kleidung

Wenn sogar Berliner Polizisten im Hochsommer ohne Mützen auf Streife fahren dürfen, wird euer Chef in Sachen Arbeitsgarderobe wohl auch ein Auge zudrücken. Strumpfhosen und Krawatten können also mal im Schrank bleiben. Atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle oder Leinen unterstützen außerdem den Kühlbetrieb des Körpers, Funktionswäsche transportiert Feuchtigkeit nach außen. Kundentermine mit Schweißflecken müssen nicht sein, packt also im Zweifel Wechselwäsche ein.

  1. Trinken, trinken, trinken

Ärzte empfehlen, bei schweißtreibenden Temperaturen mindestens zwei bis drei Liter am Tag zu trinken. Zum Auffüllen des Mineralstoff-Haushalts sind Wasser, Saftschorlen und leicht gesalzener Tee optimal. Aber Achtung: Eiskalte Getränke erfrischen nur kurzzeitig: Da sie erst auf Körpertemperatur gebracht werden müssen, regen sie die Schweißproduktion genau wie Kaffee nur zusäztlich an.

  1. Sommerliche Kost

Oh ja, wenn im Sommer fast täglich die Steaks auf dem Grill brutzeln, kann man die guten Ernährungsvorsätze schon mal über Bord werfen. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, den Kreislauf nicht mit Fett zu belasten, sondern stattdessen auf leichte Kost zu setzen. Salate und Suppen sind deshalb die besten Hitzebegleiter, Südfrüchte wie Ananas und Melone haben einen hohen Wasseranteil und sind reich an Mineralstoffen. Ein zarter Schinken gleicht den Salzverlust wieder aus.

  1. Abkühlung am Arbeitsplatz

Hilft im Nu gegen hitzebedingte Kreislaufprobleme: kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen. Jetzt noch ein selbstgemachtes Erfrischungsspray aus Grüntee ins Gesicht und die Füße unter dem Tisch in einen Eimer mit Eiswasser tauchen. Ist in eurem Büro nicht gern gesehen? Dann einfach Einlegesohlen über Nacht ins Gefrierfach legen – die Kühlung hält für ein paar Stunden!

  1. Kalte Ölungen

Der Verdunstungseffekt ätherischer Öle sorgt bei Hitze für einen tollen Frische-Kick. Mischt man für die Morgendusche zum Beispiel ein paar Tropfen Teebaumöl ins Shampoo, bleibt die Kopfhaut den ganzen Tag über angenehm gekühlt. Nach dem Abtrocknen China-Öl auf einen nassen Waschlappen träufeln und damit von Kopf bis Fuß einreiben. Menthol-Öl macht sich außerdem super als Bürobegleiter, um damit zwischendurch Schläfen, Handgelenke und Kniekehlen zu betupfen.

  1. Cool-down-Übungen

Geschwollene Knöchel? Um Venenprobleme zu vermeiden, stellt euch mehrmals täglich zwanzigmal nacheinander auf die Zehenspitzen (Wadenheber). Eine alte Yoga-Übung kühlt zusätzlich von innen: dazu die Zunge ein Stück herausstrecken und leicht einrollen, dann langsam und tief mit einem Zischen einatmen, durch die Nase wieder aus. Das erfrischt die Zunge und senkt die Körpertemperatur.


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LETZTE BEITRÄGE

Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Marian sagt:

    Hallo lieber Steuermann 😉

    danke dir für deinen Beitrag.
    Gerade jetzt im Sommer ist er für mich wichtig geworden.
    Und der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter wird ja immer größer – es wird also immer wärmer die nächsten Jahre.
    Ich hoffe deine Tipps bringen mich gut durch die heißen Tage, zur Zeit ist es ja etwas kühler draußen.

    Liebe Grüße


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