15.03.2019 · smart steuern ·

Finanzämter langsamer – deshalb früher abgeben

Wir haben Mitte März – die ersten Frühlingsgefühle sind sicher bei den meisten schon da. Und vielleicht auch schon die Gedanken an Sommer und Urlaub. Alte Steuerhasen wissen, dass es jetzt langsam Zeit wird für die Steuererklärung. Nicht, weil bald der letzte Abgabetermin anstehen würde. Sondern, weil nur so die Steuererstattung rechtzeitig vor dem Sommerurlaub auf Ihrem Konto ist. Warum Sie lieber früher als später abgeben sollten? Eine Auswertung belegt, dass Deutschlands Finanzämter im Schnitt immer langsamer werden…

Neue Frist – aber ob das so gut ist?

Jahrzehntelang war für Steuerzahler der 31. Mai der Stichtag schlechthin. Denn bis zu diesem Datum musste die Steuererklärung beim Finanzamt sein – zumindest für die, die dazu verpflichtet sind. Ab diesem Jahr haben Sie nun erstmals Zeit bis zum 31. Juli. Klingt erstmal gut werden Sie vielleicht denken. Aber seien wir mal ehrlich: Wollen sie allen Ernstes mitten im Hochsommer, vielleicht sogar kurz oder nach dem Sommerurlaub, über der Steuer sitzen? Ich verspreche Ihnen, Sie werden sich doppelt und dreifach ärgern. Mal ganz davon abgesehen, dass Sie dann auch noch entsprechend lange auf Ihre Steuererstattung warten werden.
Und da sind wir auch schon beim heutigen Thema: Deutschlands Finanzämter werden immer langsamer. Und wie können Sie da gegenhalten? Klar, früher abgeben, einfach machen!

Klare Tendenz – aber große Unterschiede

Unsere Mitbewerber von Lohnsteuer Kompakt haben untersucht, wie lange Ihre Kunden auf die Steuererklärung warten müssen. Das wohl wichtigste Ergebnis: Im Bundesschnitt dauerte es 56,1 Tage. 2015 waren es noch 52,5 Tage – also fast vier Tage weniger. Das klingt vielleicht nach nicht viel, aber es können die entscheidenden Tage sein, um etwa Ihren Urlaub zahlen zu können. Und zudem geben Sie als Steuerzahler dem Staat einen noch länger laufenden zinslosen Kredit.
Die Spanne reicht in der Untersuchung übrigens von rund 34 Tagen (Wuppertal-Barmen, NRW) bis knapp 90 Tage (Hersfeld-Rotenburg, Hessen). Also zu gut Deutsch: es dauert im Schnitt bei den Finanzämtern zwischen einem und drei Monaten.
Schaut man auf die Bundesländer, liegt das Saarland mit 48,7 Tagen vorn. Dann folgen Berlin (48,9), Hamburg (49,8) und Nordrhein-Westfalen (51,5). Die rote Laterne hat Niedersachsen mit 65,7 Tagen. Auch interessant: Im Jahr davor lag Berlin noch auf Platz 1, aber mit 45,2 Tagen.

Den Stau vermeiden

Ganz klar: Das sind „nur“ Durchschnittswerte. Sie können auch in Niedersachsen Glück haben – und haben schon nach drei Wochen Ihren Steuerbescheid. Aber eins ist recht sicher: Glück hat nur der Tüchtige. Das heißt, wer frühzeitig abgibt. Dann kommen Sie erst gar nicht in den großen Stau zu den Abgabeterminen.
Ist so ähnlich wie die Fahrt mit dem Auto in den Urlaub. Etwa von Hannover nach Österreich. Klar können Sie theoretisch auch zu Ferienbeginn früh um 10 losfahren und ohne Probleme zum Beispiel in Klagenfurt am Wörthersee ankommen. Wahrscheinlich ist das aber nicht. Fahren Sie aber früh um 4 los – ich weiß, da muss man mitten in der Nacht aufstehen – steigen Ihre Chancen erheblich, einigermaßen pünktlich an Ihrem Urlaubsdomizil zu sein. Und wenn Sie für Ihre Steuererklärung ebenfalls „früh aufgestanden“ sind, haben Sie dank der rechtzeitigen Steuererstattung auch ein bisschen Reisegeld in der Tasche.

Was bedeutet das konkret für mich?
Warten Sie nicht – machen Sie Ihre Steuererklärung am besten schon jetzt – mit unserer Online-Lösung smartsteuer geht das besonders einfach und schnell.

 

Mandy Pank Geschrieben von:

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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Dr. Carsten Kettner sagt:

    Früher Vogel fängt den Wurm – das ist schon klar. Ich würde auch gerne früher abgeben, aber die Banken nehmen sich leider viel Zeit für die Steuerbescheinigung, die für die Anlage KAP benötigt wird. 🙁


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