27.08.2019 · smart leben ·

Geldanlagen für Einsteiger – die Grundlagen

Über eine satte Steuererstattung freut sich jeder – smartsteuer-Kunden haben bei durchschnittlich 1.069 Euro sogar ziemlich oft jede Menge Freude. Und knapp 30 Prozent unserer Kunden wollen ihre Zusatzeinnahme „sparen“. Das ist natürlich ein weiter Begriff. Da klassisches Sparen mit dem Sparbuch heute dank Niedrigzinsen kaum mehr was bringt, fragt sich: Was soll man stattdessen machen?
Vielleicht könnte eine solche vierstellige Steuererstattung tatsächlich ein Anstoß sein, über Geldanlagen nachzudenken. Worauf es da grundsätzlich ankommt, lesen Sie heute in diesem Blogbeitrag.

Aktien, Fonds, Immobilien, Festgeld, Tagesgeld, Gold und noch einiges mehr: Es ist nicht so, dass es zu wenig Anlageformen für Ihr Geld geben würde. Aber: Welche davon passt zu Ihnen – oder besser: welche passen zu Ihnen? Denn, ohne zu viel zu verraten, man sollte in der Regel nicht nur auf ein Pferd setzen.

Nur Geld anlegen, das man auch hat

Diese kleine Überschrift klingt erstmal nach einer Binsenweisheit. Aber es ist tatsächlich so: Wer Schulden hat, sollte diese zuallererst zurückzahlen – je schneller, desto besser. Das betrifft zuerst einmal den Dispokredit, aber auch einen Ratenkredit oder sogar die Baufinanzierung. Warum das alles? Nun: Im Normalfall sind die Zinsen, die Sie für die verschiedenen Kredite zahlen, höher als die Gewinne („Rendite“) mit Ihren Geldanlagen.

Was ist der Plan?

Fragen Sie sich dann, was Sie mit Geldanlagen erreichen wollen. Soll das Neugeborene ein gutes finanzielles Polster haben, wenn es volljährig ist? Geht es um die Aufstockung Ihrer Rente in zehn oder mehr Jahren? Oder haben Sie kurzfristigere Ziele? Legen Sie deshalb zuerst den Anlagezeitraum und den „Gewinn“ fest. Generell gilt: Je mehr Zeit Sie haben, desto mehr können Sie in eigentlich riskantere Aktienfonds anlegen. Warum – das erfahren Sie gleich.

Mehr Sicherheit – oder mehr Risiko?

Sie sollten sich im Klaren sein, dass hohe (versprochene) Renditen gleichzeitig auch immer hohes Risiko bedeuten. Das heißt umgekehrt aber auch: Wer kein oder nur ganz wenig Risiko eingehen will, kann von Traumrenditen eben auch nur träumen.
Dazu kommt: Aktien und ähnliche Anlagen können durchaus auch größere Verluste mit sich bringen – wenn man sie aus den verschiedensten Gründen nicht so lange halten kann, sondern kurzfristig verkaufen muss. Bei Fonds und Aktien brauchen Sie deshalb vor allem eins: Geduld und einen langen Atem. Die Zeit heilt hier sehr oft alle Wunden, das heißt, wer lange genug warten kann, wird meist mit guten Gewinnen belohnt.

Der richtige Mix macht’s

Schon wieder so ein alter Spruch, aber auch der ist bei Geldanlagen total wichtig und richtig. Wer alles auf riskantere Anlageformen setzt, kann im schlimmsten Fall selbst nach vielen Jahren weniger Geld als zuvor haben. Wer nur auf Tagesgeld setzt, kann in der Regel nicht mal die Inflation ausgleichen. Mit einer Mischung aus verschiedenen Anlagen können Sie Schwankungen besser ausgleichen. Sie sorgen dafür, dass Sie einerseits ganz ordentlich Gewinn machen und auf der anderen Seite Risiken minimieren. Und das alles klappt sogar noch besser, je länger Sie anlegen können.

Vergessen Sie bei Ihren aktuellen Anlagenplänen auch nicht, wo Sie herkommen. Das hat zwei Bedeutungen:
Erstens starten Sie meist nicht bei Null. Sondern haben ja vielleicht schon einen Bausparvertrag, setzen auf die Riester-Rente oder haben schon ein bisschen Geld beiseite gelegt. Die neuen Anlagen sollten die schon bestehenden ergänzen und das Anlagepaket breiter streuen.
Zweitens ist auch ihr beruflicher Hintergrund nicht zu unterschätzen. So kann zum Beispiel ein Selbstständiger seine finanziellen Spielräume für längere Zeiträume nicht so gut festlegen wie ein Beamter, der weiß, was er bis zur Pension bekommt.

Zu guter Letzt: Behalten Sie bei allen Anlageformen auch die anfallenden Kosten im Blick. Wer sich in der Bank beraten lässt, sollte sich darüber klar sein, dass auch der Berater irgendwoher sein Geld bekommen muss – in diesem Fall eben auch von Ihren Gewinnen.
Generell können Konto- und vor allem Verwaltungsgebühren bei Depots die Gewinne erheblich schmälern – selbst wenn Sie sich selbst um alles kümmern. Klassische Aktienfonds schlagen da oft ganz gut zu. Günstiger sind sogenannte Indexfonds, die keine „Betreuung“ brauchen. Diese auch ETFs genannten Anlagen bilden im Prinzip nur die Entwicklung von Aktienindizes ab, zum Beispiel des deutschen Dax.

Was bedeutet das konkret für mich?
Nehmen Sie Ihre Steuererstattung zum Anlass, über Geldanlagen nachzudenken. Machen Sie zuerst, wenn nötig, finanziell klar Schiff. Überlegen Sie dann, wie viel Geld Sie wann zur Verfügung haben wollen – und wie viel Sie für die Geldanlage zur Verfügung haben – sofort und monatlich. Wählen Sie am besten einen Mix aus verschiedenen Geldanlagen und minimieren Sie damit das Risiko.

Mandy Pank Geschrieben von:

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