Bitcoin & Krypto: Diese NEUE Steuer soll kommen!
Hallo, ich bin Simon â und heute geht es um ein Thema, das gerade viele Krypto-Anleger nervös macht: die geplante neue Krypto-Steuer. Wie immer möchten wir euch bei smartsteuer solche wichtigen Ănderungen verstĂ€ndlich und frĂŒhzeitig erklĂ€ren â also abonniert gern unseren Kanal, wenn ihr keine wichtigen Steuer- und Finanz-Neuigkeiten mehr verpassen wollt. Wir freuen uns ĂŒber jeden Abonnenten.
Die aktuelle Regel
Fangen wir mit der aktuellen Regel an, denn die ist der Grund, warum Krypto fĂŒr viele so beliebt war. Bisher gilt: Wer Bitcoin oder andere KryptowĂ€hrungen kauft und lĂ€nger als ein Jahr im Privatvermögen hĂ€lt, kann die Gewinne beim Verkauf komplett steuerfrei realisieren. Verkauft man dagegen innerhalb dieses ersten Jahres, ist der Gewinn steuerpflichtig â und zwar mit dem persönlichen Einkommensteuersatz. Diese sogenannte einjĂ€hrige Haltefrist ist also der Kern des Ganzen. Genau sie steht jetzt zur Debatte.
Was sich Àndern soll
Denn jetzt kommen wir zu dem, was sich Ă€ndern soll. Nach den aktuellen PlĂ€nen aus dem Bundesfinanzministerium soll diese Steuerfreiheit nach einem Jahr fallen. KryptowĂ€hrungen sollen kĂŒnftig steuerlich Ă€hnlich behandelt werden wie Aktien und andere Kapitalanlagen. Das wĂŒrde konkret bedeuten: Gewinne aus Krypto sollen dann unabhĂ€ngig von der Haltedauer steuerpflichtig sein â und zwar mit der Abgeltungsteuer von 25 %, so wie man das von Aktiengewinnen kennt. Die lange Haltedauer wĂŒrde einen also nicht mehr automatisch steuerfrei stellen.
Damit man das fair einordnet, ist mir ein Punkt aber ganz wichtig â und den solltet ihr unbedingt mitnehmen: Das ist bisher nur ein Referentenentwurf. Und das ist die frĂŒheste Stufe im ganzen Gesetzgebungsverfahren. Es ist also noch kein beschlossenes Gesetz. Es muss noch durch das Kabinett, durch den Bundestag und durch den Bundesrat. Und gerade hier ist die Lage besonders offen, denn sogar innerhalb der Koalition gibt es Kritik an diesen PlĂ€nen. Die Union hat zum Beispiel verfassungsrechtliche Bedenken angemeldet, weil vergleichbare Anlagen wie Gold oder FremdwĂ€hrungen ihre Haltefrist ja behalten sollen. Es ist also ausdrĂŒcklich noch nicht sicher, ob und in welcher Form das wirklich kommt.
Der Bestandsschutz
Genau deshalb ist auch das nĂ€chste Detail so entscheidend â und das ist eigentlich die wichtigste Information dieses Videos. Nach dem bisherigen Entwurf soll die Neuregelung nĂ€mlich nicht rĂŒckwirkend gelten. Die neuen Regeln sollen nur fĂŒr Kryptowerte greifen, die nach dem 31. Dezember 2026 gekauft werden. Das heiĂt vereinfacht: FĂŒr alles, was ihr bis Ende 2026 gekauft habt oder noch kauft, soll nach dem aktuellen Stand weiterhin die alte Regel mit der einjĂ€hrigen Haltefrist gelten. Erst fĂŒr KĂ€ufe ab 2027 wĂŒrde dann die neue Besteuerung greifen.
Aber Achtung, und hier muss ich ganz ehrlich sein: Genau dieser Bestandsschutz ist juristisch noch nicht in trockenen TĂŒchern. Denn die Steuer entsteht ja erst beim Verkauf, nicht beim Kauf. Und deshalb ist unter Fachleuten noch umstritten, wie sicher dieser Schutz fĂŒr AltbestĂ€nde am Ende wirklich ist. Man sollte sich also auf keinen Fall blind darauf verlassen, dass alte BestĂ€nde auf jeden Fall fĂŒr immer steuerfrei bleiben. Das ist aktuell schlicht noch nicht abschlieĂend geklĂ€rt.
Werfen wir noch einen kurzen Blick darauf, was die geplante Neuregelung sonst noch mitbringen wĂŒrde â denn es gibt durchaus auch Punkte, die fĂŒr Anleger gar nicht so schlecht wĂ€ren. Wenn Krypto kĂŒnftig wie Kapitalvermögen behandelt wird, dann soll auch ein jĂ€hrlicher Freibetrag greifen, so wie beim Sparerpauschbetrag â aktuell sind das 1.000 ⏠pro Person. AuĂerdem sollen sich Verluste aus Krypto dann mit Gewinnen aus Aktien und anderen Wertpapieren verrechnen lassen, was bisher so nicht ohne Weiteres möglich ist. Und fĂŒr alle, deren persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt, ist eine GĂŒnstigerprĂŒfung vorgesehen. Die sorgt dann dafĂŒr, dass man nicht mehr zahlt als den eigenen, niedrigeren Steuersatz. Unterm Strich wĂ€re die neue Regel also nicht nur Nachteil â fĂŒr manche könnte sie sogar Vorteile bringen.
EU-Regelung seit 2026
Es gibt noch einen Punkt, der schon heute wichtig ist â ganz unabhĂ€ngig von dieser Reform. Seit Anfang 2026 melden Krypto-Börsen ihre Daten automatisch an die Finanzverwaltung. Das lĂ€uft ĂŒber eine EU-weite Regelung. Das heiĂt ganz praktisch: Die Zeiten, in denen das Finanzamt von Krypto-GeschĂ€ften einfach nichts mitbekommen hat, sind vorbei. Wer Krypto handelt, sollte seine Gewinne und Verluste also ohnehin sauber dokumentieren und korrekt angeben â denn die Daten liegen dem Finanzamt kĂŒnftig sowieso vor.
Fassen wir also zusammen: Geplant ist, dass die einjĂ€hrige Haltefrist fĂŒr Krypto fĂ€llt und Gewinne kĂŒnftig wie bei Aktien mit 25 % besteuert werden. Nach dem aktuellen Entwurf soll das aber nur fĂŒr KĂ€ufe ab 2027 gelten â fĂŒr alles, was vorher gekauft wurde, soll die alte Steuerfreiheit nach einem Jahr erhalten bleiben.Â
Wir bleiben fĂŒr euch an dem Thema dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es echte Neuigkeiten gibt. Wenn ihr solche Updates rund um Steuern, Geld und Finanzen nicht verpassen wollt, dann lasst gern einen Daumen nach oben da und abonniert unseren Kanal. Vielen Dank fĂŒrs Zuschauen â und wie immer wĂŒnschen wir euch viel Erfolg bei eurer nĂ€chsten SteuererklĂ€rung, einfach und ohne Vorkenntnisse mit der Online-SteuererklĂ€rung von smartsteuer.
