19.07.2017 · smart steuern ·

Diese 8 Punkte zu Steuern müssen Sie wissen

In den Zeiten des Wahlkampfs sind Steuern ein besonders heißes Thema. Viele Begriffe geistern herum – die wir übrigens in unserer kleinen Serie „Steuerlatein“ auch so erklären, dass sie jeder verstehen kann. Doch dabei sollten wir die Grundlagen nicht vergessen. Deshalb geben wir Ihnen in diesem Artikel acht grundlegende Dinge zu Steuern mit auf den Weg. Und wir versprechen Ihnen: Sie werden ganz bestimmt nicht alle davon schon kennen.

Punkt 1: Steuern sind nicht für einen bestimmten Zweck

Auch wenn einige Steuern es vom Namen her nahe legen: Steuern stellen keine Gegenleistung für eine besondere Leistung dar, wie es in der Abgabenordnung heißt. Die Kfz-Steuer ist zum Beispiel nicht für den Bau und die Sanierung von Straßen da, die Hundesteuer nicht, um die Wege und Straßen sauber zu halten. Alle Steuern fließen in die jeweiligen Haushalte des Bundes, der Länder oder der Kommunen. Diese müssen nicht begründen, wofür sie die Steuern einsetzen. Im Unterschied dazu gibt es noch die Gebühren, die zweckgebunden sind. Dazu gehören etwa eine Autobahn-Maut und die Gebühren für die Müllabfuhr.

Punkt 2: Einkommensteuer ist die größte Geldquelle des Staates

Man unterscheidet direkte Steuern (beispielsweise Einkommen-, Erbschaft- und Hundesteuer) sowie die indirekten Steuern (unter anderem Mehrwert-, Energie-, Versicherung- und Tabaksteuer), bei denen man oft gar nicht merkt, dass man sie bezahlt. Mit rund 38 Prozent ist die Einkommensteuer die größte Steuerquelle von Bund, Ländern und Gemeinden. Die wichtigste indirekte Steuer ist die Umsatzsteuer mit rund 31 Prozent.

Punkt 3: Bund, Länder und Gemeinden teilen sich die Steuern

Es gibt klare Regeln, wer die gezahlten Steuern erhält. Einige Steuern bekommt der Bund allein (etwa die Energiesteuer), einige die Länder allein (zum Beispiel die Erbschaftsteuer) und auch die Gemeinden haben Steuern, die ihnen ganz allein „gehören“ (etwa die Gewerbesteuer). Zudem kennt man auch noch die Gemeinschaftssteuern, die sich Bund, Länder und Kommunen nach festgelegten Schlüsseln teilen. Dazu gehören die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer.

Punkt 4: Der Staat nahm 2016 mehr als 700 Milliarden Euro an Steuern ein

Ausgegeben wurde das Geld natürlich auch. Für Polizei und Justiz, für Infrastruktur, Bildung, Sozialleistungen, Verteidigung, Zinsen für Kredite und noch vieles mehr. Der Bund schaffte im letzten Jahr erneut die „Schwarze Null“ – er gab nicht mehr aus als er eingenommen hat.

Punkt 5: Unser Steuersystem ist gerecht und ungerecht

Gerecht ist ein Steuersystem, wenn der, der mehr leisten kann, auch mehr Steuern (und Sozialabgaben) zahlt. Schaut man sich nur das Vermögen an, scheint das nicht zu funktionieren. Denn weil es keine Vermögensteuer mehr gibt und auch die Erbschaftsteuer kein richtig gutes Werkzeug ist, zahlen Reiche auf ihr Vermögen relativ wenig Steuern, was ungerecht ist. Aber: Schaut man sich an, wie hoch der Anteil von Steuern und Sozialabgaben am Haushaltseinkommen ist, sieht es in den verschiedenen Einkommensgruppen relativ ähnlich aus – ein Zeichen für Gerechtigkeit.

Punkt 6: Wir zahlen nicht immer mehr Steuern

In absoluten Zahlen ist es natürlich so, dass wir immer mehr Steuern zahlen. Der Staat nimmt ja auch fast jedes Jahr mehr Steuern ein. Und steigt der Lohn, steigt auch die Steuer. Aber: Weil auch die Einkommen und die Wirtschaftsleistung stetig gestiegen sind, blieb die Steuerquote in den letzten 40 Jahren mehr oder weniger konstant. Sie lag zwischen 21 und 23 Prozent. Was in diesem Zeitraum aber sehr wohl gestiegen ist, ist die Abgabenquote – wodurch tatsächlich weniger Geld beim Bürger verbleibt als früher.

Punkt 7: Vermögen wird auch besteuert

Es gibt zwar keine Vermögensteuer (mehr), aber trotzdem zahlen auch Vermögende Steuern, wenngleich es sicher mehr sein könnten. So zahlen sie Steuern auf Kapitaleinkünfte (Zinsen, Aktiengewinne, Dividenden), im gewissen Rahmen auch Erbschaftsteuer und schließlich – Reiche haben in der Regel auch Grundstücke und Immobilien – Grundsteuer.

Punkt 8: Jeder kann Steuern sparen

Damit meinen wir übrigens nicht, dass man einfach weniger einkaufen muss – und deshalb weniger Mehrwertsteuer zahlt. Nein, es geht um die Steuererklärung. Dabei gibt es zwei Gruppen: Zur ersten gehören die, die verpflichtet sind eine Steuererklärung abzugeben. Die zweite Gruppe sind die, die es nicht müssen. Bei beiden gilt: Oft lässt sich mit der Steuererklärung Geld vom Staat zurückholen – und damit spart man effektiv Steuern. Und mit unserer Online-Lösung smartsteuer geht die Steuererklärung einfach und schnell.

 

Juliane Bunte Geschrieben von:

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Bisherige Kommentare (Selber ein Kommentar hinterlassen)

  • Avatar Michael Schmidt sagt:

    Wo liegt der eigentliche Grund, die Vermögenssteuer nicht wieder einzuführen ? Besteht etwa Angst, das dann der „Volkssport“ sich arm zu rechnen, noch mehr um sich greift ? Gerade die, die ohnehin „am Meisten haben“ – und es werden z.B. durch Erbschaften immer mehr, denen es schlicht „anheim gefallen“ ist – haben ebend dadurch auch die meiste Zeit und aufzubringende Finanzen (die dann wieder von dieser Steuer abgesetzt wird…) verstehen ihre „Arbeit“ schlicht im Steuern sparen – zu Lasten des sog. Gemeinwohles…!
    Selbst in „gut situierten Kreisen wird zugegeben“, das kein Mensch auch bei luxiorösem Leben (wo ist dessen akzeptable Grenze – Ausreißer wird es immer geben !) mehr als 3,65 Mio. € p.a. an Geldvermögen vereinnahem (verdienen im wortwörtlichem Sinne geht ja gar nicht !) sollte ! Der „Überschuß“ wird dann generell gedeckelt vereinnahmt – und die (Neid-) Probleme der Verteilung dessen gehen richtig los…- alle „Freundschaften“ hören dann bekanntlich plötzlich auf !


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