Handwerkerleistungen in Ihrem Haushalt

Bereits seit 2003 fördert der Fiskus haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnaher Dienstleistungen durch eine Einkommensteuerermäßigung. Der Anwendungsbereich dieser gesetzlichen Vorschrift wurde ab dem Jahr 2006 um Handwerkerleistungen erweitert. Seitdem können Sie Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Ihrer Einkommensteuererklärung absetzen.

Was ist begünstigt?

Zu diesen begünstigten handwerklichen Tätigkeiten gehören Leistungen, die von Mietern und Eigentümern für die selbstgenutzte Wohnung bzw. das selbstgenutzte Haus in Auftrag gegeben werden. Dazu gehören z. B. das Streichen und Tapezieren von Innenwänden, die Beseitigung kleiner und größerer Schäden, der Austausch von Fenstern oder die Modernisierung des Badezimmers.

Wie hoch ist die Förderung?

Sie können die Handwerkerleistungen für Renovierungs- Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen mit 20 % der Lohnkosten, maximal 1.200 € pro Jahr, von Ihrer tariflichen Einkommensteuer abziehen.

Hinweis: Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen ist deutlich lukrativer als ein Werbungskostenabzug! Während Werbungskosten nur das zu versteuernde Einkommen mindern, wird der Steuerbonus für Handwerkerleistungen direkt von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen. Das heißt für Sie: Der Staat erstattet Ihnen im Rahmen der Höchstbeträge insgesamt 20 % der gezahlten Handwerkerleistungen!

Beispiel: Steuerzahler A lässt 2011 in seiner neu erworbenen Eigentumswohnung Parkett verlegen. Die Rechnung vom 01.07.2011 sieht wie folgt aus:

Materialkosten1.400 €
Lohnkosten1.600 €
gesamt3.000 €
zzgl. 19% Umsatzsteuer570 €
Rechnungsbetrag3.570 €

Wegen der starken Abnutzung lässt A das Parkett 2012 noch einmal nachschleifen und bezahlt dafür Lohnkosten von 500 € (zzgl. 95 € Umsatzsteuer).

Lösung: In der Einkommensteuererklärung 2011 kann er die Aufwendungen für das Verlegen des Parketts mit 20 % der Bruttolohnkosten in Höhe von 1.904 € (1.600 € zzgl. 19%iger Umsatzsteuer) = 381 € von seiner Einkommensteuer abziehen. Die Deckelung auf 1.200 € erreicht er somit nicht.

Tipp: Vergessen Sie nicht, den Nettolohnkosten die anteilige Umsatzsteuer hinzuzurechnen. Sonst verschenken Sie bares Geld!

In der Einkommensteuererklärung 2012 kann A dann nochmals 20 % von 595 € (Bruttolohnkosten), also 119 € steuermindernd geltend machen.

Machen Sie es sich einfach:

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