Handwerkerleistungen richtig planen | smartsteuer

Handwerkerleistungen richtig planen

Handwerkerleistungen

Handwerkerrechnungen können Ihre Einkommensteuer verringern, da ein Teil als direkte Steuerermäßigung angerechnet wird. Wer Handwerkerleistungen in Anspruch nimmt, kann 20 % der Lohnkosten (maximal 1.200 € pro Jahr) von seiner tariflichen Einkommensteuer abziehen.

Da der Betrag, der sich jährlich steuerlich auswirken kann, begrenzt ist, kann bei größeren oder mehreren Rechnungen nicht alles in einer Steuererklärung berücksichtigt werden. Dann macht es Sinn, über eine zeitliche Verteilung der Arbeiten nachzudenken. Wenn Sie größere Renovierungsmaßnahmen vorhaben, können Sie diese über den Jahreswechsel strecken, damit in jedem Jahr die Steuerermäßigung angerechnet werden kann.

Bei einer Lohnsumme (nicht Gesamtsumme) auf der Handwerkerrechnung von 6.000€ ist der Höchstbetrag für die Steuermäßigung bereits erreicht. (20% von 6.000€ = 1.200€)

Wenn also größere Maßnahmen geplant sind, deren Lohnsummen den Betrag übersteigen werden, ist es steuerlich sinnvoll die Renovierung auf zwei Jahre aufzuteilen.

Beispiel:

Sie möchten Ihr Badezimmer und die Küche komplett renovieren lassen. Dabei werden insgesamt Lohnkosten von 10.000€ anfallen. Wenn die Kosten in einem Jahr in der Steuererklärung angesetzt werden, wirken sich 4.000€ nicht mehr aus.

Wenn Sie aber das Bad bereits im November machen lassen und die Rechnung im Dezember erhalten und zahlen, wirkt sich die Lohnsumme (6.000€) in der Steuererklärung des Jahres noch aus und 1.200€ werden aus Steuerermäßigung berücksichtigt.
Im Frühjahr lassen Sie dann Ihre Küche renovieren, erhalten die Rechnung und zahlen den Betrag.
20% der Lohnsumme (4.000€) kann vollständig in der Steuererklärung des nächsten Jahres als Steuerermäßigung (800€) anerkannt werden.


Fundstelle: § 35a EStG, BFH, Urteil v. 29.7.2010 - VI R 60/09, vgl. Pressemitteilung Nr. 86 v. 6.10.2010

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