Besuch allgemeinbildender Schulen

Aufwendungen für eine Bildungsmaßnahme können demnach nur dann als Werbungskosten berücksichtigt werden, sofern sie beruflich veranlasst sind. Dazu muss ein hinreichend konkreter und objektiv feststellbarer Zusammenhang mit künftigen steuerbaren Einnahmen bestehen.

Im Streitfall hat der Bundesfinanzhof diesen erwerbsbezogenen Veranlassungszusammenhang verneint, weil die Ausbildung eben nicht konkret und berufsbezogen auf eine Berufstätigkeit vorbereitet: Der Besuch einer allgemeinbildenden Schule verschafft kein „Berufswissen“. Dass das Abitur die Voraussetzung für die Aufnahme eines Hochschulstudiums ist, das der Steuerpflichtige danach aufgenommen hat, ist nicht ausschlaggebend.


Fundstelle: § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG; BFH, Urteil v. 22.6.2006 - VI R 5/04, BStBl II 2006, 717
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