Abgeltungssteuer | smartsteuer

Abgeltungssteuer

Seit der Einführung der Abgeltungssteuer wird von den meisten Kapitalerträgen automatisch 25% Abgeltungssteuer abzogen.

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung gibt es die Möglichkeit die Besteuerung noch zu ändern:

1. Günstigerprüfung:

Hier wird der Durchschnittssteuersatz der Steuerberechnung mit dem 25%igen Steuersatz der Abgeltungssteuer verglichen. Wenn der tatsächliche, also der in der Steuererklärung errechnete Steuersatz niedriger ist, also 25%, dann können die Kapitalerträge mit dem tatsächlichen Steuersatz versteuert werden.
Dazu müssen natürlich alle Kapitalerträge in der Steuererklärung aufgeführt sein.

2. Überprüfung des Steuereinbehalts:

Zu Kapitaleinkünften gibt es keine Werbungskosten mehr – jedenfalls keine tatsächlichen Werbungskosten.
Es gibt nur noch den Werbungskostenpauschbetrag von 801€ pro Steuerpflichtigem.
Man kann seiner Bank einen Freistellungsauftrag in Höhe des Sparerpauschbetrags erteilen. Oder den Betrag auch auf mehrere Banken verteilen. Dann wird er gleich bei der Besteuerung mit Abgeltungssteuer in der Bank berücksichtigt.
Sollte es keinen Freistellungsauftrag geben oder die Beträge ungünstig verteilt sein, kann die
Überprüfung des Steuereinbehalts in der Steuererklärung beantragt werden.
Dann wird die Steuer unter Berücksichtigung des Sparerpauschbetrags berechnet und davon
die gezahlte Abgeltungssteuer abgezogen. Eine Differenz zu Gunsten des Steuerpflichtigen wird dann erstattet.

3. Kirchensteuer:

Auf die Abgeltungssteuer fällt – bei Kirchensteuerpflicht – auch Kirchensteuer an. Wenn die Bank die Konfession nicht kennt, wird keine Kirchensteuer einbehalten und diese kann in der Steuererklärung nachberechnet werden.


Fundstelle: Unternehmensteuerreformgesetz 2008; BGBl. I 2007, 1912

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